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Kleinkrafträder bestimmen vor allem im Sommerhalbjahr das Verkehrsgeschehen auf unseren Straßen in hohem Maße, verließen doch ab 1964 bis Ende 1981 ca. 2,5 Millionen Stück die Montagebänder des VEB Fahrzeug-und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann" in Suhl. Dennoch besteht trotz stetig steigender Produktion nach wie vor eine rege Nachfrage. Der Grund: Die Simson-Kleinkrafträder besitzen ein außerordentlich hohes Leistungsvermögen und sind hinsichtlich Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit kaum zu überbieten.
Definition „Kleinkraftrad"
„Kleinkrafträder sind Motorräder, Motorroller und Mopeds mit einem Hubraum bis 50cm3 und einer Höchstgeschwindigkeit bis 60 km/h" - §84 StVZO. Wird auch nur eines dieser Kriterien überschritten, ist die Bezeich-nung.„Kleinkraftrad" nicht mehr zutreffend -es wird die Fahrerlaubnis der Klasse 1 benötigt. Jugendliche Bastler, die beispielsweise durch Frisierarbeiten die Motorleistung erhöhen und danach die Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h mit ihrem Fahrzeug überschreiten, mögen sich das merken. Sie verstoßen damit gegen die StVZO und können dementsprechend von der Volkspolizei zur Verantwortung gezogen werden. Für Kleinkrafträder, die mit Knieschluß gefahren werden, wie beispielsweise das S51, ist auch die Bezeichnung „Mokick" gebräuchlich. Die Wortkombination setzt sich aus den Begriffen „Motor" und „Kickstarter" zusammen. Diese Bezeichnung trifft im Prinzip für alle Simson-Kleinkrafträder mit motorradähnlichem Charakter zu. Mopeds sind Kleinkrafträder, die mit Tretkurbeln ausgerüstet sind. Mit ihnen wird der Motor angeworfen, gleichzeitig muß aber auch die behelfsmäßige Fortbewegung des
Rades ohne Motorkraft möglich sein. „Moped" ist somit die Abkürzung für „Motor" und „Pedalantrieb". Dieser Klasse entsprachen die früher produzierten Kleinkraftradtypen SR1, SR2 und SR4-1 „Spatz". Der in der DDR gebräuchliche Begriff „Kleinroller" definiert ein Kleinkraftrad mit Rollercharakter. Fahren mit Knieschluß ist bei ihm nicht möglich. Ein typischer Vertreter dieser Klasse ist die „Schwalbe". Die heutigen Suhler Kleinkrafträder sind allgemein zur Beförderung von zwei Personen zugelassen.
Zum Führen eines Kleinkraftrades ist gemäß §85 StVZO eine Fahrerlaubnis erforderlich. Sie kann nach Vorlage eines ärztlichen Gutachtens gemäß §10 und Ablegung einer theoretischen und praktischen Prüfung gemäß §13 StVZO bei der zuständigen Zulassungsstelle der Deutschen Volkspolizei beantragt werden. Zur Aneignung der notwendigen verkehrsrechtlichen Kenntnisse ist es empfehlenswert, eine öffentliche Fahrschule oder die speziellen Lehrgänge in Betrieben, GST, Motorsportklubs des ADMV, Schulen und Wohngebieten zu besuchen.
Versicherung und Registrierung
Die Inbetriebnahme eines Kleinkraftrades ist erst nach Abschluß einer Kraftfahr-Haft-pflichtversicherung bei der Staatlichen Versicherung der DDR zulässig. Der Jahresbetrag beträgt in der DDR 8,50 M und in der Hauptstadt der DDR, Berlin, 10,50M jährlich. Als Zahlungsnachweis werden Wertmarken ausgegeben. Diese Wertmarken sind während des gesamten Jahres bei den Dienststellen der Staatlichen Versicherung der DDR und im Zeitraum vom 1. März bis 30. April bei allen Sparkassen, Filialen der Deutschen Notenbank, Banken für Handwerk und Gewerbe
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, für Kleinkrafträder eine Kasko-Versicherung abzuschließen. Der jährliche Beitragssatz für eine Kasko-Versicherung mit 100,-M Selbstbeteiligung beträgt 24,-M, der Beitrag für eine Teilkasko-Versicherung 8,-M. Kleinkrafträder werden seit 1977 nicht mehr bei den Zulassungsstellen der Deutschen Volkspolizei registriert. Eine Betriebserlaubnis wird beim Kauf des Fahrzeugs mit ausgehändigt. Sie enthält die technischen Angaben des jeweiligen Fahrzeugtyps und auch den Fahrzeughalter. Die technischen Überprüfungen werden hierin vermerkt. Besitz- und technische Veränderungen an Kleinkrafträdern sind demzufolge bei den Zulassungsstellen der DVP nicht mehr meldepflichtig. Es wird jedoch empfohlen, daß sich der Kleinkraftradbesitzer die von den Werkstätten vorgenommenen Veränderungen, wie Motor- oder Rahmenaustausch, Neulackierung in verändertem Farbton sowie sonstige "Umbauten, schriftlich bestätigen läßt. Bei selbst durchgeführten Umbauten sind die Quittungen der Kaufteile aufzubewahren. Diese Unterlagen werden bei der Bearbeitung von Versicherungsfragen, Garantieansprüchen und Verlustmeldungen benötigt. Modellübersicht/Unterscheidungsmerkmale An keinem anderen in der DDR produzierten Kraftfahrzeugtyp wird so deutlich wie an den Suhler Kleinkrafträdern, welche Entwicklung die Fahrzeuge hinsichtlich Sicherheit, technischer Perfektion, Zuverlässigkeit und Leistung in den letzten Jahren genommen haben. Dank ihrer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h und ihrer für diese Fahrzeugklasse überdurchschnittlich leistungsstarken Motoren sind sie sowohl für Stadt- und Kurzstreckenfahrten als auch für Überlandfahrten größeren Ausmaßes geeignet. Selbst in der Auslandstouristik spielen die Suhler Kleinkrafträder infolge ihrer Zuverlässigkeit eine immer größere Rolle. Die nachfolgende Übersicht berücksichtigt die Simson-Kleinkraftradmodelle, die in den Anlagen 1 bis 5 enthalten die technischen Daten. Typenreihe KR 51/1 Der Kleinroller des Typs „Schwalbe" (Bild 1-1) ist ein sogenanntes Allwetterfahrzeug. Durch den hervorragenden Schmutzschutz wird er insbesondere von Frauen gern gefahren. Er gilt als das ideale Fahrzeug für die tägliche Fahrt zur Arbeitsstelle. Dieser Kleinkraftradtyp wurde erstmalig als Zweisitzer entwickelt und von 1964 bis 1980 produziert. Als Antriebsquelle dient ein robuster, gebläsegekühlter 2,65-kW-Einzylinder-Zweitaktmotor11 mit Dreiganggetriebe. Bei der Konzipierung der Typenreihe wurden fortschrittliche Wege beschritten. Neben Voll-schwingenfahrwerken mit großen Federwegen und wirksamen Vollnabenbremsen sind die Räder austauschbar. Ferner wurde großer Wert auf Wartungsfreiheit gelegt. Als Folge konnten alle Schmiernippel entfallen und wurde der Kettentrieb staubdicht mittels Gummischutzschläuchen gekapselt. Außerdem erleichtern Steckachsen die Demontage der Räder, wobei der Hinterradantrieb komplett an der Hinterradschwinge verbleibt. Vervollständigt werden konnte dieser Typ -wiederum erstmalig bei einer derartigen Fahrzeugklasse - mit Blinkleuchten, Stop-licht, Parklicht und einem Gleichstrom-Signalhorn. Die Voraussetzungen dafür wurden durch den während der Fahrt aufladbaren Bleisammler geschaffen. Ein solider Gepäckträger mit verstellbarem Spannband gehört zur Grundausstattung. Im Produktionszeitraum wurden verschiedene Detailverbesserungen zwecks Gebrauchswerterhöhung wirksam. Genannt seien eine verlängerte Sitzbank, ein höheres Motordrehmoment sowie funktionsverbes-serte Bremsen. An die „Schwalbe" kann ein typgeprüfter und im Fachhandel erhältlicher Kindersitz montiert werden. Ferner ist das Fahrzeug bei Verwendung typgeprüfter Bauteile für den An-hgngerbetrieb zugelassen.
KR 51/1 und KR 51/1 F: Diese beiden Grundmodelle der Rollertypenreihe sind mit Federbeinen mit Reibungsdämpfung ausgestattet. Zur äußeren Kennzeichnung dienen die Farben sandgrau und blau. Die Getriebeschaltung erfolgt durch einen Schaltdrehgriff auf der linken Lenkerseite oder wahlweise durch Fußschaltung mittels einer Schaltwippe. KR 51/1 K; Bei dieser Komfort-Variante des Kleinrollers wurden für die Radfederungen erstmals hydraulische Zweikammerdämpfer eingesetzt. Der Fahrkomfort erhöhte sich dadurch erheblich, da die Bodenhaftung der Räder bedeutend verbessert werden konnte. Ferner bietet eine verlängerte Doppelsitzbank günstigere Voraussetzungen für den Soziusbetrieb. Die Fahrzeuglackieiung erfolgte in weiß und saharabraun. KR 51/1 S: Diese von 1968 bis 1980 produzierte Roller-Sonderausführung besitzt als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal eine automatische Kupplung. Sie ermöglicht auch ungeübten Nutzern ein bequemes Anfahren, ohne Gefahr zu laufen, den Motor dabei abzuwürgen. Und da gleichzeitig Fußschaltung und Kupplungsbetätigung kombiniert wurden, konnte der Kupplungshandhebel am Lenker entfallen. Ferner wurden die Lichtleistung des Scheinwerfers auf 25/25 W erhöht, die Zündspule außerhalb des Motors an- geordnet, die Schutzhülsen der vorderen hydraulisch gedämpften Federbeine verchromt. Die Lackierung erfolgte in olivbeige und signalrot. Typenreihe SR 4 Bei der SR 4-Typenreihe galt es, mit möglichst vielen Baugruppen des Rollers KR 51 einen völlig neuen sportlichen Fahrzeugtyp, insbesondere für die junge Generation, zu schaffen. Es gelang durch Übernahme des Triebwerkes, der Radfederungen, der Räder und Bremsen, des bewährten Hinterradantriebes, des Lenkers, der Sitzbank und der gesamten elektrischen Anlage. Bekannte Vertreter dieser Typenreihe sind die Modelle SR 4-1 „Spatz", SR 4-2 „Star", SR 4-3 „Sperber" und SR 4-4 „Habicht", wobei der „Sperber" aufgrund der Motorleistung von 3,4 kW und somit höherer Fahrgeschwindigkeit als Motorrad ausgelegt war. Alle SR 4-Modelle können mit einem typgeprüften Kindersitz ausgerüstet werden. Ebenso ist Anhängerbetrieb möglich. SR 4-2 „Star": Dieses zweisitzige Kleinkraftrad (Bild 1-2) weist bereits einen motorradähnlichen Charakter auf. Infolge des stabilen Rohr-Prägerahmens mit feststehenden Fahrerfußrasten und den Langschwingen-Radfederung besitzt es sehr gute Fahreigenschaften, die sogar eine sportliche Fahrweise ermöglichen. Das strapazierfähige Dreigangtriebwerk mit Gebläsekühlung und Fußschaltung sowie einer Leistung von 2,5 kW unterstützt diese Tendenz. Obwohl die Anordnung des Kraftstoffbehälters das Fahren mit Knieschluß schon zuläßt, wurde dennoch ein freier Durchstieg vorgesehen, um auch Benutzern der mittleren und älteren Generation das Aufsitzen zu erleichtern.
Der Schmutzschutz ist durch die voluminösen Kotflügel recht gut. Trotzdem kann noch ein Beinschutzblech nachgerüstet werden, so daß eine Schutzwirkung erreicht wird, die der des Kleinrollers nicht viel nachsteht. SR 4-4 „Habicht": Bei diesem Spitzenmodell der SR 4-Typenreihe (Bild 1-3) mit einer Motorleistung von 2,5 kW wurde in der Kleinkraftradklasse erstmals ein Vierganggetriebe eingesetzt. Ferner erhielt das Fahrzeug einen großen Kraftstoffbehälter, der unmittelbar an die verlängerte Sitzbank anschließt und somit eine echte Motorradsitzposition ermöglicht, hydraulisch gedämpfte Federbeine und einen
steiferen Rahmen, was die Fahrstabilität erheblich verbesserte. Zum Einsatz kamen ein 25/25-W-Scheinwer-fer und eine außenliegende Zündspule. Das steigerte den Gebrauchswert merklich. Typenreihe S 50 Mit dieser Typenreihe schufen die Suhler Fahrzeugbauer eine Serie von Kleinkrafträdern, die sich lediglich hinsichtlich des Leistungsvermögens noch vom Motorrad unterscheiden. Motorradtypische Baugruppen wie Teleskopgabel und verstellbarer niedriger Rohrlenker unterstreichen den Motorradcharakter. Das fahrtwindgekühlte Triebwerk mit einer Leistung von 2,65 kW und drei Gängen erhielt hinsichtlich Leistung und Drehmoment verbesserte Kennwerte. Die thermische Standfestigkeit des Triebwerkes in allen Fahrsituationen gewährleistet die großflächige Ver-rippung von Zylinder und Zylinderkopf. Im Grundaufbau entspricht das Triebwerk aber den Vorgängermodellen. Lediglich die äußere Gestaltung wurde dem sportlichen Fahrzeugcharakter angepaßt. Die langhubige Teleskopgabel mit hydraulischem Endanschlag und die Hinterradschwinge , mit hydraulisch gedämpften Federbeinen verleihen dem Fahrzeug in Verbindung mit dem stabilen, verschraubten Rohrrahmen hervorragende Fahreigenschaften. Vorder- und Hinterradbremse wurden in ihrer Wirksamkeit erhöht. Durch Einsatz eines großvolumigen Ansauggeräuschdämpfers und weiterer Maßnahmen konnte das Gesamtfahrgeräusch auf 77 dB (AF) abgesenkt werden. Ferner wurde die Abgasanlage zwecks Erleichterung des Radausbaus auf der rechten Fahrzeugseite angeordnet und ein modern gestalteter Kraftstoffbehälter montiert. Auch für die S 50-Modelle sind bauartgenehmigte Kindersitze im Fachhandel erhältlich. Ebenso ist Anhängerbetrieb gestattet, wobei jedoch die Beleuchtung des Anhängers der Heckbeleuchtung des Zugfahrzeugs entsprechen muß. S 50 N; Dieses Grundmodell weist den gleichen Fahrkomfort auf wie alle anderen Modelle der S 50-Reihe. Lediglich die elektrische Anlage wurde so weit minimiert, wie es die gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Hierbei wurde aus Sicherheitsgründen jedoch nicht auf das Bremslicht verzichtet. An Besonderheiten sind zu verzeichnen: Die Stomversorgung des Signalhorns erfolgt über eine Trockenbatterie, die Farbe des Fahrzeugs ist blau, an den Federbeinen sind schwarze Plastschutzrohre eingesetzt, die Beifahrerfußrasten sind an der Hinterradschwinge befestigt. Das S 50 N erfordert sehr wenig Wartung und ist speziell für den Einsatz in verkehrsarmen Gebieten (Land- und Forstwirtschaft) konzipiert worden. S 50 B: Bei diesem Kleinkraftrad wurde erstmalig eine Vierleuchten-Blinkanflage mit 21 W Leistung pro Leuchte eingeführt. Zur Absicherung der Energiebilanz kamen eine 12-Ah-Batterie und eine entsprechend abgestimmte Ladeanlage zum Einsatz. Mit diesen Maßnahmen erhöhte sich die Verkehrssicherheit beträchtlich. Alle S 50 B-Typen (auch S 50 B 1 und S 50 B 2) wurden in den Farben rapsgelb, kirschrot, saharabraun und saftgrün geliefert. Verchromte Federbeinschutzrohre verbesserten das Gesamtaussehen des Fahrzeugs. S 50 B 1: Dieses Modell löste das Modell S 50 B ab. Im Zuge der weiteren Gebrauchswerterhöhung konnte jedoch die ScheinWerfer-lichtleistung auf 25/25 W gesteigert und die elektrische Anlage um Standlicht und Lichthupe erweitert werden. Eine außenliegende Zündspule und der Einsatz einer Drosselspule für das Rücklicht erhöhten die Funktionssicherheit. Am Rahmenausleger angeschraubte Fußrasten bieten auch dem Beifahrer einen hohen Fahrkomfort. S 50 B 2: Bei diesem Spitzenmodell der S 50-Baureihe (Bild 1-4) wurde eine völlig wartungsfreie elektronische Magnetzündanlage eingebaut und die Lichtleistung des Scheinwerfers auf 35/35W erhöht. Diese Ausstattungsdetails waren zum Zeitpunkt des Serienanlaufs im Jahre 1976 einmalig.
Alle Einstell- und Wartungsarbeiten an der Zündanlage entfallen, und die Zündkerzenstandzeit ist drei- bis fünfmal größer als bei unterbrechergesteuerten Zündanlagen. Typenreihe S 51 Das Hauptmerkmal dieser seit Mitte 1980 produzierten Modelle ist der Einsatz eines neuentwickelten 50-cm2-Triebwerks mit 2,72 kW Leistung in moderner Form und verbesserten Drehmomentwerten. Die Vorteile bestehen u.a. in folgendem: - Senkung des Kraftstoffverbrauchs um ca. - Wahlweiser Einsatz von ziehkeilgeschalte- - Höhere thermische Belastbarkeit. - Tellerfederkupplung. - Senkung der Triebwerksgeräusche. - Qualitätsverbesserung des Schwunglicht- - Erhöhung der Nutzungsdauer auf - Größere Servicefreundlichkeit. Die Fahrleistungen, speziell bei Soziusbetrieb und im bergigen Gelände, steigen durch den leistungsstärkeren Motor merklich an. Ferner konnte durch die außenliegende Zündspule die Lichtleistung einheitlich auf 25W festgelegt werden. Die eingangs angesprochene größere Servicefreundlichkeit kommt darin zum Ausdruck, daß alle Reparaturarbeiten am Triebwerk - außer Arbeiten an der Kurbelwelle und am Getriebe - ohne Ausbau und Demontage des Motors erledigt werden können. Fahrwerkseitig bauen die S 51-Modelle auf die S 50-Modelle auf. Ein moderner Flachscheinwerfer und eine veränderte Grafik unterscheiden die Fahrzeuge jedoch deutlich voneinander. Analog den S50-Typen sind auch bei den S51-Typen typgeprüfte Kindersitze sowie Anhängerkupplungen zugelassen. Zum Zeitpunkt der Drucklegung des Buches wurden vom Suhler Stammbetrieb des IFA-Kombinates für Zweiradfahrzeuge folgende Modelle im Handel angeboten. S 51 N: Dieses Grundmodell (Bild 1-5) mit einfachster elektrischer Ausstattung ist mit einem Dreiganggetriebe ausgerüstet. Beachtlich sind dagegen die Funktionsverbesserungen an der Zündanlage. Durch eine veränderte Anordnung des Unterbrechers ist jedes Verölen im Fahrbetrieb ausgeschlossen. Außerdem besitzt das Fahrzeug eine außenliegende Zündspule, die wegen der geringen thermischen Belastung eine höhere
Funktionssicherheit aufweist. Erstmals beträgt bei diesem einfachsten Ausstattungsmodell die Scheinwerferlichtleistung 25/25W. S 51 B 1-3: Dieses Modell mit Dreiganggetriebe besitzt die komplette elektrische Ausstattung (Vier-Leuchten-Blinkanlage, Standlicht, 25-W-Scheinwerfer, Lichthupe). Neu ist die Schalterkombination auf der linken Lenkerseite. Abblend- und Lichtschalter sowie die Betätigungsknöpfe für die akustische und optische Signalgabe sind in einer Baueinheit untergebracht. Die sinnfällige Schaltrichtung des Blinkschalters - nach rechts schalten bedeutet auch rechts blinken - vermeidet irritierendes Falschblinken durch Verwechseln der Schaltrichtung. S 51 B 1-4: Dieses Modell gleicht in der technischen Ausstattung - bis auf das Vierganggetriebe - völlig dem Typ S 51 B 1-3. Zur Unterscheidung der Gangzahl des Triebwerks ist in den Kupplungsdeckeln jeweils die 3 oder 4 eingegossen. S 51 B 2-4: Das S 51 B 2-4 als komfortabelstes
1-4 auf. Es besitzt aber die warturygsfreie elektronische Magnetzündanlage. Ferner ist bei ihn die Scheinwerferlichtleistung auf 35/35 W erhöht. An den Federbeinen der Hinterradfederung werden freiliegende Tragfedern verwendet. Die Federn sind zwecks optimalen Korrosionsschutzes größtenteils mit einer Plast-beschichtung versehen. Der Rückspiegel wurde zwecks Sichtverbesserung im Durchmesser auf 120 mm vergrößert. In dem auf 60 mm Durchmesser vergrößerten Tachometer ist eine grüne Kontrolleuchte für die Blinkanlage mit untergebracht. Typenreihe KR 51/2 Es war eine logische Schlußfolgerung der Suhler Fahrzeugkonstrukteure, den neuentwickelten 2,72-kW-Motor mit einer Vielzahl technischer und ökonomischer Vorteile auch in den Kleinroller KR 51 (Bild 1-7) einzubauen. Hierdurch wurden gleichzeitig die Voraussetzungen geschaffen, um das Gesamtfahrgeräusch aller Kleinrollermodelle unter die international vorgeschriebene Grenze abzusenken. Das fahrtwindgekühlte 2,72-kW-Triebwerk hat sich im Kleinroller bestens bewährt. Nach bündelten Luftstromes sogar noch kühler als > im Modell S 51. Mit Einbau des neuen Drei- oder Vierganggetriebes erfolgten gleichzeitig konstruktive Änderungen am Doppelrohrrahmen zur Erhöhung der Grenznutzungsdauer. Bedeutungsvoll ist auch die Funktionsverbesserung der Hinterradbremse durch Einsatz eines Bremsgestänges. Zur Erleichterung des Ausbaues des Hinterrades bei Reifenpannen oder Wartungsarbeiten wurde die Abgasanlage auf die rechte Fahrzeugseite verlegt. Damit wurde auch die Verbrennungsgefahr für die weiblichen Rollerfahrer wegen der meist von links erfolgenden Fahrzeughandhabung beseitigt. Um Fahrzeugdieben das Leben schwer zu machen, kommt ein bedeutend stabileres Lenkschloß mit einem höheren Sicherheitsgrad zum Einsatz. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wurden ferner die Lichtleistung des Scheinwerfers auf 25W angehoben und die große Bremsschlußleuchte des S51 an der Heckpartie montiert. Der Ladestrom für die Batterie beträgt 1,1 A und dient der Verbesserung der Energiebilanz. Lackiert ist die neugestaltete Lenkerverkleidung mattschwarz. Ein zusätzlicher Rechtsspiegel läßt sich anbringen.
KR 51/2 N: Dieser Grundtyp besitzt einen kontaktgesteuerten Schwunglichtprimärzün-der mit 25W Scheinwerferlichtleistung und außenliegender Zündspule. Die Getriebeschaltung erfolgt generell mittels Fußschaltwippe. Für die Radfederungen sind reibungsgedämpfte Federbeine eingesetzt. Die Elektrikbauteile Sicherungsdose und Leitungsverbinder sind sehr gut zugänglich unter der Abdeckung des Vorderteiles angebracht. Der übrige Aufbau entspricht dem des KR 51/1 F. KR 51/2 E: Dieses Modell ist mit hydraulisch gedämpften Federbeinen ausgestattet. Seine Fahrleistungen wurden duch den Einbau eines Vierganggetriebes verbessert. KR 51/2 L: In diesem Luxusmodell ist die bewährte wartungsfreie elektronische Zündanlage montiert und dadurch gleichzeitig die Scheinwerferlichtleistung auf 35W erhöht worden. Das Spitzenmodell wird selbstverständlich auch mit Vierganggetriebe und den komfortablen hydraulisch gedämpften Radfederungen geliefert. Krankenfahrzeug DUO 4/1 Das motorisierte Krankenfahrzeug DUO 4/1 (Bild 1-8) ist ein auf reine Zweckmäßigkeit ausgelegtes Fortbewegungsmittel für Gehbehinderte. Es ist sehr einfach in seiner technischen Konzeption, die Unterhaltungskosten sind extrem niedrig, und der Wartungsaufwand ist ähnlich dem des Kleinkraftrades gering. Für die Benutzung ist die Fahrerlaubnis für Kleinkrafträder erforderlich. Gestaltung und Fahrwerkaufbau werden durch die Vielzahl der vom Kleinkraftradmodell „Schwalbe" übernommenen Bauteile bestimmt. Der Versehrte hat so den großen Vorteil, daß ihm bei auftretenden Pannen von den weit über 1000 Simson-Diensten in der Republik geholfen werden kann. Die starke Verwandtschaft zum Kleinkraftrad drückt sich darin aus, daß folgende Bauteile - teilweise mit geringfügigen Änderungen - - Triebwerk einschließlich Ansaug- und Aus - Räder und Reifen (alle 3 untereinander aus - Bremsen. -Hinterradantrieb (auf das linke Rad wirkend). - Vorderradlangschwinge und Hinterrad - Kotflügel, Seitenverkleidungen, Bedienele .- Teile der elektrischen Anlage.
Das DUO 4/1 ist mit einem breiten und, was für Behinderte sehr wichtig ist, extrem niedrigen Einstieg versehen. Die Bedienung erfolgt ausschließlich mit den Händen. An der Lenksäule befinden sich alle Bedienelemente, außer der Feststellbremse, dem Anwerf- und dem Schalthebel für das Triebwerk. Durch das Nachvorndrücken der Lenksäule werden alle drei Räder gleichzeitig abgebremst. Die Bremskräfte werden über einzeln einstellbare Seilzüge auf die Radbremsen übertragen. Die Lenkbewegung wird von der Lenksäule über eine wartungsfreie Spustange auf den Schwingenträger der Vorderradfederung übertragen. Der kräftige, in sich verstrebte Rohrrahmen gibt dem Krankenfahrzeug auch bei schneller Kurvenfahrt die nötige Stabilität. Ein entscheidenes Kriterium für den hohen Gebrauchswert des DUO 4/1 stellt der Wetterschutz dar. Die Frontscheibe aus Sicherheitsverbundglas ist mit einem elektrischen Scheibenwischer ausgestattet. Selbst eine Scheibenwaschanlage fehlt nicht. Die Verdeckplane kann bei sommerlicher Witterung leicht abgenommen werden. Die breite gepolsterte Sitzbank bietet zwei Personen bequem Platz. Das gebläsegekühlte 2,65-kW-Dreigangtrieb-werk des Kleinrollers KR 51/1 S mit Kupplungsautomatik stellt das ideale Antriebsaggregat für ein derartiges Fahrzeug dar. Die Handkupplung entfällt, so daß sich die Bedienung während der Fahrt nur noch auf Schalten und Gasgeben beschränkt. Trotz der relativ hohen Gesamtmasse des Fahrzeugs und des großen Luftwiderstandes beschleunigt das 50-cm3-Triebwerk das Fahrzeug noch relativ gut und gewährleistet bei veränderter Sekundärübersetzung eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 50 km/h. Die elektrische Anlage weicht trotz Übernahme vieler Bauteile doch erheblich von den entsprechenden Anlagen der Kleinkrafträder ab. Der Schwunglichtprimärzünder versorgt lediglich den 25/25-W-Scheinwerfer bzw. die Lichthupe mit Wechselstrom. Alle anderen Verbraucher werden mit Gleichstrom betrieben. Die nötigen Voraussetzungen dafür wurden durch den Einsatz eines Bleisammlers von 6V und 12Ah (früher 6V 16Ah) geschaffen. Für das Nachladen der relativ hoch belasteten Batterie wird der gesamte Strom der 18-W-Spule (beim KK bi/1 s zur Versorgung des Bremslichts eingesetzt) über eine Zweiweggleichrichtung (Graetzschaltung) genutzt. Weitere Einzelheiten können dem als Beilage beigefügten Schaltplan der elektrischen Anlage entnommen werden. Durch diese Schaltart ist auch gewährleistet, daß das Fahrzeug bei Stillstand des Triebwerks beleuchtet werden kann.
10%.
ten Drei- oder Vierganggetrieben.
primärzünders, Erhöhung der Mindestlicht-
leistung auf 25W.
40000km.
übernommen worden sind:
puffanlage.
tauschbar).
schwingen einschließlich hydraulisch ge
dämpfter Federbeine.
mente.
Technische Beschreibung KR51
Ihr "Simson"-Kleinkraftrad ist ein nach modernsten Gesichtspunkten konzipiertes Straßenfahrzeug für Beruf, Schule und Freizeit.
Zum Antrieb dient ein robuster Zweitakt-Ottomotor mit Umkehrspülung, der die Erfahrungen einer nach Millionen zählenden Produktion in sich vereint. Das Schaltgetriebe wird mechanisch betätigt und ist in dem gemeinsamen Motor-Getriebe-Gehäuse aus Aluminium-Druckguß untergebracht. Die Mehrscheiben-Lamellenkupplung läuft im ÖIbad und zeichnet sich durch hohe Verschleißfestigkeit und gute Dosierbarkeit aus. Die Antriebskette für das Hinterrad ist völlig gekapselt und somit optimal gegen äußere Verschmutzung geschützt, was höchste Lebensdauererwartungen rechtfertigt. Die Laufräder sind untereinander austauschbar. Die gut ausgewogene Radfederung und die vibrationsarme Motoraufhängung sowie die bequeme Sitzbank und körpergerechte Anordnung der Bedienungselemente gewährleisten ein hohes Maß an Fahrkomfort, während großdimensionierte Innenbacken-Trommelbremsen für angemessene Bremsverzögerung auch in kritischen Situationen sorgen.
Das Zubehör ist vor fremden Zugriff geschützt untergebracht. Für die Lackierung wird Einbrennlack auf Alkydharzbasis verwendet.
1. Technische Daten
1.1. Allgemeingültige technische Daten für die Typen S51 und S70
Arbeitsverfahren : Zweitakt-Otto-Motor
Kolbenhub : 44 mm
Schmierung : Mischungsverfahren 1 : 50
Kühlung : Fahrtwind
Zündkerze : ZM 14-260 (Elektrodenabstand 0,4 mm)
Vergasertyp : 16 N 3-4 (S 51)
16 N 3-5 (S 70)
Nadelposition : 4. Kerbe von oben
Luftfilter : FLP 62/1 (Naßluft)
Kupplung : Mehrscheiben - Ölbad - Kupplung mit Tellerfeder
Schaltgetriebeart : mechanisch, Ziehkeilgetriebe
Antriebskette : Einfach - Rollenkette 086-1-110 TGL 11 796
Reifenluftdruck :
Bereifung 2 ¾ - 16 R
vorn/hinten (Solo) 125/180 kPa
(1,25/1,80 kp/cm²)
vorn/hinten (Sozius) 125/250 kPa
(1,25/250 kp/cm²)
Bereifung 2,75 - 16 R K 35
2,75 - 16 R K 32
vorn/hinten (Solo) 125/180 kPa
(1,25/180 kp/cm²)
vorn/hinten (Sozius) 125/180 kPa
(1,25/2,80 kp/cm²)
Federung :
vorn Teleskopgabel
hinten Langschwinge mit Federbeinen (je nach Ausstattung mit oder ohne
Verstelleinrichtung, siehe Bild 15)
Dämpfung :
vorn ohne, aber mit hydraulischer Wegbegrenzung
hinten hydraulisch
Federweg
vorn 130 mm
hinten siehe Abschnitt 1.2.
Inhalt des Kraftstoffbe-
hälters : 8,7 l (davon 0,8 l Reserve)
Zulässige Gesamtmasse : 260 kg
Belastbarkeit des Gepäck-
trägers : 10 kg
Zulässige Anhängelast : 60 kg
Zulässige Höchstge-
schwindigkeit bei An-
hängerbetrieb : 40 km/h
Sitzplätze : 2
kleinster Wendekreis
Durchmesser : 3,25 m
|
Bedienungsanleitung der S51 und S70 |
1. Technische Daten
1.1. Allgemeingültige technische Daten für die Typen S51 und S70
Arbeitsverfahren : Zweitakt-Otto-Motor
Kolbenhub : 44 mm
Schmierung : Mischungsverfahren 1 : 50
Kühlung : Fahrtwind
Zündkerze : ZM 14-260 (Elektrodenabstand 0,4 mm)
Vergasertyp : 16 N 3-4 (S 51)
16 N 3-5 (S 70)
Nadelposition : 4. Kerbe von oben
Luftfilter : FLP 62/1 (Naßluft)
Kupplung : Mehrscheiben - Ölbad - Kupplung mit Tellerfeder
Schaltgetriebeart : mechanisch, Ziehkeilgetriebe
Antriebskette : Einfach - Rollenkette 086-1-110 TGL 11 796
Reifenluftdruck :
Bereifung 2 ¾ - 16 R
vorn/hinten (Solo) 125/180 kPa
(1,25/1,80 kp/cm²)
vorn/hinten (Sozius) 125/250 kPa
(1,25/250 kp/cm²)
Bereifung 2,75 - 16 R K 35
2,75 - 16 R K 32
vorn/hinten (Solo) 125/180 kPa
(1,25/180 kp/cm²)
vorn/hinten (Sozius) 125/180 kPa
(1,25/2,80 kp/cm²)
Federung :
vorn Teleskopgabel
hinten Langschwinge mit Federbeinen (je nach Ausstattung mit oder ohne
Verstelleinrichtung, siehe Bild 15)
Dämpfung :
vorn ohne, aber mit hydraulischer Wegbegrenzung
hinten hydraulisch
Federweg
vorn 130 mm
hinten siehe Abschnitt 1.2.
Inhalt des Kraftstoffbe-
hälters : 8,7 l (davon 0,8 l Reserve)
Zulässige Gesamtmasse : 260 kg
Belastbarkeit des Gepäck-
trägers : 10 kg
Zulässige Anhängelast : 60 kg
Zulässige Höchstge-
schwindigkeit bei An-
hängerbetrieb : 40 km/h
Sitzplätze : 2
kleinster Wendekreis
Durchmesser : 3,25 m
Technische Daten
zum nächsten Punkt ; Index
| Typ | Simson-Moped SR 1 mit 'Rheinmetall'-Motor Rh50 | |
| Bauart | Luftgekühlter Einzylinder-Zweitakt-Motor mit Flachkolben | |
| Zylinderbohrung | 38 mm | |
| Kolbenhub | 42 mm | |
| Hubraum | 47,6 ccm | |
| Verdichtung | 6 : 1 | |
| Kurzleistung | 1,5 PS bei 5000 U/min | |
| Dauerleistung | 1,3 PS bei 4200 U/min | |
| Schmierung | Mischungsschmierung | |
| Elektrische Anlage | Schwunglichtmagnetzünder 15/18 Watt mit Lichtspule 6 V-18 Watt | |
| Zündzeitpunkt: 2,5 mm vor O.T. | ||
| Abstand der voll geöffneten Unterbrecherkontakte: 0,4 mm | ||
| Zündkerze: M14-225 DIN 72502 | ||
| Zündkerzen-Elektrodenabstand: 0,4 mm | ||
| Scheinwerferbirne: Bilux 6 V - 15/15 Watt | ||
| Schlußlicht: 6 V - 3 Watt | ||
| Vergaser | BVF Zentral-Schwimmer-Vergaser NKJ 121-1 | |
| Einstellung: Hauptdüse 55 | ||
| Nadeldüse 210 | ||
| Nadelstellung: 3. Kerbe von oben | ||
| Luftfilter | Naßluftfilter und Startereinrichtung | |
| Kraftstoff | Benzin - Ölmischung 25 : 1 | |
| Ölsorte für Mischung: Markenöl | ||
| Inhalt des Kraftstoffbehälters etwa 4,5 Liter Mischung, davon Reserve etwa 0,5 Liter | ||
| Kraftstoffverbrauch auf 100 km Fahrstrecke: etwa 1,4 bis 1,6 Liter bei ebener Strecke und 20 bis 25 km/h (Kilometer je Stunde) Geschwindigkeit, etwa 2 Liter bei ebener Strecke und 45 km/h Geschwindigkeit | ||
| Kupplung | Dreischeiben-Ölbadkupplung | |
| Schalldämpfer | zerlegbar | |
| Kraftübertragung | Motor-Getriebe: Übersetzung 1 : 3,307 | |
| Getriebe: Zweiganggetriebe im Motorblock | ||
| Übersetzung im 1. Gang 1 : 3,5 | ||
| Übersetzung im 2. Gang 1 : 2 | ||
| Getriebe-Hinterrad: 1/2" x 3/16" Rollenkette | ||
| Antriebskettenrad: 14 Zähne | ||
| Kettenrad am Hinterrad: 34 Zähne | ||
| Übersetzung: 1 : 2,488 | ||
| Gesamtübersetzung im 1. Gang 1 : 28,16 | ||
| Gesamtübersetzung im 2. Gang 1 : 16,07 | ||
| Tretkurbelübersetzung: | ||
| zur Getriebehauptwelle 1 : 2,54 | ||
| zum Hinterrad 1 : 1,04 | ||
| zum Motor (1. Gang) 1 : 16,8 | ||
| Tretkurbellänge: 160 mm | ||
| Ölmenge im Getriebe: etwa 0,5 Liter normales Motorensommeröl (kein Getriebeöl) 6 bis 8° E bei 50° C | ||
| Bereifung | 26 x 2 verstärkt | |
| Felgenprofil | 26 x 2 | |
| Federung | Vorderrad: Schwinghebel | |
| Hinterrad: Schwinge mit Gummischwingelement | ||
| Sattel: Schwinge mit Gummielement, verstellbar | ||
| Eigengewicht | etwa 45 kg (ohne Kraftstoff, Werkzeuge, Luftpumpe, Gepäckträger und Scheinwerfer) | |
| Niedrigste Dauergeschwindigkeit | 1. Gang | 8 km/h |
| 2. Gang | 15 km/h | |
| Höchste Dauergeschwindigkeit | 1. Gang | 15 km/h |
| 2. Gang | 40 km/h | |
2 Bedienungsanleitung2.1 Bedienungsorganezum nächsten Punkt ; Index |
Bild 1
2.2 Schieben bzw. radfahren bei stehendem Motorzum nächsten Punkt ; Index Schaltdrehgriff (1, Bild 3) am Lenker links bleibt in Leerlaufstellung; Marke am Griffstück zeigt auf 0. Kupplungshebel (2, Bild 3) wird nicht angezogen. Das Fahrzeug kann in diesem Zustand wie ein Fahrrad gefahren werden.
2.3 Tankenzum nächsten Punkt ; Index Öffnen des Kraftstoffbehälters durch Linksdrehung des Tankverschlusses (7, Bild 3). Wenn weiteres Drehen nicht mehr möglich ist, Tankverschluß nach oben abnehmen. Der Motor kann mit jedem handelsüblichen Kraftstoff betrieben werden, der sauber und wasserfrei sein muß. Niemals darf reiner Kraftstoff allein zugefüllt werden, sondern immer mit Öl gemischt im Verhältnis 25 : 1. Das gleiche Mischungsverhältnis gilt auch für das Einfahren. Auf 4 Liter Benzin 160 ccm Öl, auf 3 l also 120 ccm; auf 2 l demnach 80 ccm und auf 1 l 40 ccm. Vor dem Einfüllen in den Kraftstoffbehälter in einer peinlich sauberen Mischkanne gut mischen und durch ein Tuch filtern.
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Bild 2. Kraftstoffhahn
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Hahn offen - Griff in Schlauchrichtung (Bild 2a)
br> 2.4 Inbetriebnahme des Mopedszum nächsten Punkt ; Index
2.4.1 Anfahrenzum nächsten Punkt ; Index
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Bild 3. Draufsicht auf Scheinwerfer, Lenker mit Bedienungsorganen und Kraftstoffbehälter
2.4.2 Schaltenzum nächsten Punkt ; Index
2.4.3 Zurückschaltenzum nächsten Punkt ; Index Merkt man, daß die Fahrgeschwindigkeit, z. B. an einer Steigung, stark absinkt (unter 15 km/h) oder muß man in dichtem Verkehr langsam fahren, so schaltet man auf den 1. Gang zurück.
2.4.4 Geschwindigkeit verringernzum nächsten Punkt ; Index
2.4.5 Anhaltenzum nächsten Punkt ; Index
2.4.6 Wiederanfahrenzum nächsten Punkt ; Index
2.4.7 Motor abstellenzum nächsten Punkt ; Index
2.4.8 Bergabfahrenzum nächsten Punkt ; Index Auf längeren, sehr steilen Gefällen wirkt der ohne Gas mitlaufende motor als Bremse. Der Kraftstoffhahn darf dabei nicht abgestellt werden! Ist die Strecke übersichtlich und nicht zu steil, kann man das Getriebe auf Leerlauf schalten und fast geräuschlos bergab rollen. Die kräftigen Bremsen bringen das Moped auch aus hoher Geschwindigkeit zuverlässig schnell zum Stehen. Den Motor lassen Sie am besten im Leerlauf weiterlaufen. Damit das Wiedereinschalten des Ganges am Ende des Gefälles keine Schwierigkeiten macht, geben Sie beim Schalten gas, so daß sich die Drehzahlen von Motor und Getriebe einander anpassen können. Lassen Sie sich aber nicht dazu verleiten, das Gas voll aufzudrehen und bergab schneller fahren, als Sie dieselbe Steigung hinauffahren würden; denn Sie verringern dadurch die Lebensdauer des Motors. 2.5 Einfahrenzum nächsten Punkt ; Index Etwa 500 km brauchen die neuen Teile des Motors zum Einlaufen. Fahren Sie in dieser ersten Zeit nicht mit Vollgas. Schalten Sie an Steigungen auf den kleineren Gang, wenn Sie merken, daß der Motor nicht mehr munter zieht. Sie brauchen keineswegs ängstlich zu sein, sondern können sofort bis zu einer Geschwindigkeit von 12 km/h im 1. Gang und 30 km/h im 2. Gang fahren. 2.6 Benzinsparendes Fahrenzum nächsten Punkt ; Index Wenn die gewünschte Fahrgeschwindigkeit erreicht ist, Gasdrehgriff nicht in seiner Stellung stehen lassen, sondern vorsichtig und so lange zurückdrehen, bis der Motor das Fahrzeug gerade noch auf der erreichten Geschwindigkeit hält. Der Motor muß dabei noch gleichmäßig laufen. Dadurch Schonung des Motors und sparsamer Kraftstoffverbrauch. 2.7 Beleuchtungzum nächsten Punkt ; Index Der Zündlichtschalter am Scheinwerfer (5, bild 3) hat 3 Schaltstellungen:
Der Abblendschalter ist am Lenker links angebracht und wird mit dem Daumen bedient.
2.8 Sicherung gegen unbefugtes Benutzenzum nächsten Punkt ; Index Am Gepäckträger befindet sich in einer besonderen Aufnahme ein Sicherungsschloß. Es werden 2 Schlüssel mitgeliefert. Zur Sicherung des Fahrzeugs wird das Schloß mittels Schlüssel entriegelt, aus der Aufnahme gezogen und in die Sicherungsaufnahme am Rahmen eingeführt und verriegelt. Das Schloß verhindert durch sein Eintreten zwischen die Speichen des Hinterrads unbefugtes Benutzen. |
Bild 4. Der Sattel
2.9 Schwingsattel (Bild 4)zum nächsten Punkt ; Index Angenehmes Fahren wird durch Abfederung des Vorder- und des Hinterrads erreicht und außerdem durch den Schwingsattel mit verstellbarem Gummielement. Er ist je nach Fahrergewicht und Größe einstellbar. Für leichte Fahrer kann das Gummielement nach vorn verstellt werden. Die Arretierung wird durch das Lösen der Feststellschraube (1, Bild 4) beseitigt. Entsprechend der Größe des Fahrers ist der Sattel in der Höhe verstellbar (2, Bild 4).
2.10 Kippständerzum nächsten Punkt ; Index Dieser ermöglicht das freie Abstellen des Mopeds.
2.11 Lenkerverstellungzum nächsten Punkt ; Index Der Lenker kann nach Lösen der Sechskantschraube und Überwurfmutter in gewissen Grenzen wie beim Fahrradlenker in der Höhe verstellt werden (8 und 10, Bild 3). Von Oberkante Überwurfmutter bis Oberkante Lenker soll eine Entfernung von 140 mm nicht überschritten werden. 3 Pflegeanleitungzum nächsten Punkt ; Index Wenn Sie sich an das vorher über das Fahren Gesagte halten, so haben Sie dem Motor schon viel Gutes getan; denn eine sachgemäße Behandlung erhöht seine Betriebsbereitschaft und seine Lebensdauer. Außerdem müssen Sie aber noch auf die regelmäßige Pflege Ihres Mopeds bedacht sein. Bei einiger handwerklichen Gewandtheit können Sie die meisten Pflegearbeiten selbst durchführen (siehe Pflegeschema). Andernfalls, und in den besonders bezeichneten Fällen ist es notwendig, die Hilfe einer Vertragswerkstatt in Anspruch zu nehmen (siehe Sonderdruck Kundendienstbeilage 'Wer hilft mir?').
3.1 Pflegeschemazum nächsten Punkt ; Index
3.2 Schmierplanzum nächsten Punkt ; Index Das Abschmieren der Preßschmierstellen muß mit Öl (Tankstelle, Werkstatt) erfolgen. |
Bild 5. Schmierplan
(Das Abschmieren der Preßschmierstellen muß mit Öl (Tankstelle, Werkstatt) erfolgen.)
3.3 Seilzüge und Tachoantriebswelle ölenzum nächsten Punkt ; Index Die Seilzüge zum Vergaser, zur Kupplung, zum Schalthebel und zur Bremse sowie die Tachoantriebswelle müssen von Zeit zu Zeit geölt werden, damit sich die Seile und die Biegsame Welle leicht in ihren Hüllen bewegen.
3.4 Kraftstoffilter im Kraftstoffhahn reinigenzum nächsten Punkt ; Index Verunreinigungen und Wassertropfen, die im Kraftstoff enthalten sind, setzen sich im Filter des Kraftstoffhahns (Bild 6) ab. Reinigen des öfteren erforderlich.
3.5 Kupplungsspiel prüfen und nachstellenzum nächsten Punkt ; Index Die Kupplung muß vollständig ein- und auskuppeln, darf also nicht rutschen, weil dadurch die Kupplungslamellen verbrennen können. Bei richtiger Einstellung muß der Handkupplungshebel in eingekuppeltem Zustand etwa 1 cm toten Gang (Spiel) am Hebelende aufweisen, bzw. der, von vorn gesehen, aus dem Motorgehäuse rechts herausgeführte Bowdenzug muß ein Spiel von 2 bis 4 mm aufweisen. Bei zu großem Spiel löst die Kupplung nicht voll aus, wenn das Spiel fehlt, neigt sie zum Rutschen (Bilder 7 und 8). |
Bild 6.
Bild 7.
Bild 8.
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Arbeitsvorgang:
3.6 Ölstand im Getriebe nachprüfen und wechseln (Bild 8)zum nächsten Punkt ; Index Den runden Deckel an der linken Seite des Motorgehäuses abnehmen. Bei richtigem Ölstand soll bei auf den Rädern stehendem Moped das Getriebeöl bis zur Unterkante der Öffnung stehen. Nachfüllung erfolgt durch die Einfüllöffnung (1, Bild 8) an der Gehäuseoberseite.
3.7 Bremsen prüfen und nachstellenzum nächsten Punkt ; Index Vorderradbremse:
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Bild 9. Rechte Lenkerseite mit Gasdrehgriff und Handbremshebel.
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Stellschraube festhalten.
3.8 Schaltung prüfen und einstellenzum nächsten Punkt ; Index Damit der Kupplungshebel am Schaltdrehgriff richtig einrastet und dabei die Gänge ordnungsgemäß geschaltet werden, muß der Seilzug vom Schaltdrehgriff zum Getriebe vorschriftsmäßig eingestellt sein.
3.9 Kettenspannung prüfen, Kette reinigen und ölenzum nächsten Punkt ; Index Die Lebensdauer der Kette wird durch Einwirkung von Staub und Schmutz beeinträchtigt. Durchhang in der Mitte etwa 10 bis 12 mm.
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Bild 10 und 10a. Vorderradlagerung und -bremse.
3.10 Nachstellen der Lenkungs- und Radlagerzum nächsten Punkt ; Index Die Lenkungs- und Radlager sind mit nachstellbaren Kugellagern ausgestattet. Sie sind sorgfältig abgedichtet, so daß weder Schmiermittel verloren gehen kann, noch Schmutz oder Nässe von außen eindringen können. Eine lange Lebensdauer ist dadurch gewährleistet. Nur bei einer Generalüberholung des Fahrzeugs werden Räder und Lenkung ausgebaut und zerlegt. Alle Teile werden in Benzin saubergewaschen und mit neuem Heißlagerfett, gegebenenfalls auch mit neuen Dichtungen, wieder montiert.
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Bild 11. Hinterradlagerung und -bremse.
Bild 12. Befestigung des Kettenschutzes.
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wahrzunehmen ist. Bei eingebautem Rad und fest angezogenen Achsmuttern muß dieses Seitenspiel verschwunden sein, die Felge muß aber seitlich immer noch eben fühlbares Spiel haben. Verschwindet dies Spiel beim Anziehen der Achsmuttern vollständig, so ist zu prüfen, ob die Gabelenden noch plan und parallel sind. 3.10.1 Nachstellen der Lenkungslagerzum nächsten Punkt ; Index Sollte sich nach längerem Betrieb ein zu großes Spiel am Lenkungslager bemerkbar machen, so ist Nachstellung erforderlich.
3.10.2 Vorderradausbau und Einstellung des Lagerszum nächsten Punkt ; Index Arbeitsvorgang (Bilder 10 und 10a):
3.10.3 Hinterradausbau und Einstellen des Lagerszum nächsten Punkt ; Index Arbeitsvorgang (Bild 11):
3.10.4 Das Spuren der Räderzum nächsten Punkt ; Index Das Spuren der Räder kann mit Hilfe einer geraden Latte oder Schnur erfolgen.
3.11 Auspuffanlage reinigenzum nächsten Punkt ; Index Leistung und Verbrauch eines Zweitaktmotors hängen in hohem Maße vom Staudruck in der Auspuffanlage ab. Wenn die Motorleistung nachläßt, ist eine Reinigung der Auspuffanlage unbedingt erforderlich. |
Bild 13. Der Schalldämpfer.
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Arbeitsvorgang:
3.12 Elektrodenabstand der Zündkerze prüfenzum nächsten Punkt ; Index Als Folge hoher Beanspruchung zeigt die Kerze nach einer gewissen Betriebszeit Alterserscheinungen, die sich als Elektrodenabbrand, Verbrennungsrückstände am Isolator usw. bemerkbar machen. Das Betriebsverhalten des Motors, vor allem sein Anspringen wird dann ungünstig beeinflußt. Die Kerze muß von Zeit zu Zeit überprüft, gereinigt und der Elektrodenabstand nachgestellt werden.
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Bild 14. Prüfen der Zündkerze.
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Zum Überprüfen schraubt man die Kerze nach scharfer Fahrt aus dem noch warmen Motor heraus und betrachtet das Kerzeninnere (Kerzengesicht). Die richtige Kerze zeigt bei richtig eingestelltem Vergaser einen bräunlichen Isolatorkörper, dunkelgraues Kerzengehäuse und trockenen schwarzen Rußbelag auf der Stirnfläche des Kerzengehäuses. Ist die Kerze zu kalt geblieben (Wärmewert zu hoch), so ist das Kerzeninnere verrußt und verölt. Dies ist jedoch auch bei richtig gewählter Kerze möglich, wenn zu kleiner Elektrodenabstand, zu fett eingestellter Leerlauf oder andere Ursachen für hohe Rückstandsbildung sorgen. Eine überhitzte Kerze zeigt einen weißgebrannten Isolierkörper und weißgebrannte Elektrodenspitzen, manchmal auch kleine Schmelzperlen (Wärmewert zu niedrig). Dieses Kerzengesicht kann bei richtigem Wärmewert auch als Folge falscher Luft oder zu armen Gemisches auftreten.
3.13 Luftfilter reinigenzum nächsten Punkt ; Index Ein sauberes Luftfilter wirkt sich nicht nur günstig auf die Leistungsfähigkeit und den geringen Kraftstoffverbrauch aus, sondern es erhöht auch die Lebensdauer des Motors.
3.14 Vergaserzum nächsten Punkt ; Index Die Stellung des Drosselschiebers im Vergaser wird durch den Gasdrehgriff an der rechten Lenkerseite reguliert. Durch Drehen von vorn nach hinten wird mehr Gas gegeben. Am Drehgriff ist eine geschlitzte Stellschraube angebracht; mit ihr kann die Leichtgängigkeit des Drehgriffes den Wünschen des Fahrers angepaßt werden. Rechtsdrehen ergibt schwereren, Linksdrehen leichteren Gang des Griffes. 3.14.1 Nachstellen des Gasbowdenzugszum nächsten Punkt ; Index Die Notwendigkeit einer Nachstellung des Gasbowdenzugs ist äußerlich an den immer größer werdenden Spiel am Gasdrehgriff zu erkennen. Das Spiel soll etwa 2 mm an der Bowdenzughülle betragen. Die Nachstellung erfolgt an der Stellschraube am Bowdenzug.
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Bild 15. Vergaser und Luftfilter.
3.14.2 Einstellen der Leerlaufdrehzahl (Bild 15)zum nächsten Punkt ; Index Mit der Gasschieberanschlagschraube (3), die durch eine Feder (4) gegen unbeabsichtigtes Verstellen gesichert ist, kann der Leerlauf eingestellt werden. Beim Hineinschrauben der Anschlagschraube erhöht sich, beim Herausschrauben verringert sich die Leerlaufdrehzahl. 3.14.3 Vergasereinstellungzum nächsten Punkt ; Index Die Vergasereinstellung wurde durch ausgedehnte Versuche festgelegt, und es ist zu empfehlen, keine Veränderungen an dieser Einstellung vorzunehmen.
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Bild 16. Vergaser, zerlegt.
3.14.4 Reinigen des Vergasers (Bild 16)zum nächsten Punkt ; Index Um den Vergaser stets einsatzbereit zu halten, ist es zu empfehlen, diesen von Zeit zu Zeit gründlich zu reinigen. Die Reinigung der Hauptdüse kann erfolgen, ohne daß der Vergaser demontiert wird. Zu diesem Zweck wird die Düsenhalteschraube (1) mit dem Sechskantschlüssel von 11 mm Schlüsselweite herausgeschraubt.
3.15 Abstand der Unterbrecherkontakte und Zündeinstellung prüfenWir schlagen Ihnen vor, diese Arbeiten in einer Vertragswerkstatt ausführen zu lassen.
4 Motorstörungen und ihre Behebung4.1 Der Motor springt nicht anzum nächsten Punkt ; Index
4.2 Der Motor arbeitet unregelmäßig oder bleibt des öfteren stehenzum nächsten Punkt ; Index
4.3 Der Motor arbeitet im 4-Takt (läßt Zündungen aus)zum nächsten Punkt ; Index
4.4 Der Motor zieht nicht oder läßt in der Leistung nachzum nächsten Punkt ; Index
4.5 Zu hoher Kraftstoffverbrauchzum nächsten Punkt ; Index
4.6 Der Motor knallt oder patscht in den Vergaserzum nächsten Punkt ; Index
4.7 Der Motor wird zu heißzum nächsten Punkt ; Index
4.8 Der Motor übertourt sich (dreht durch)zum nächsten Punkt ; Index
4.9 Geräuschezum nächsten Punkt ; Index
5 WerkzeugeIndex Im Werkzeugkasten sind die für die Unterhaltung und Pflege erforderlichen Werkzeuge untergebracht. |
Bild 17.
| Typ | Simson-Moped SR 2 mit ‘Rheinmetall’-Motor Rh 50 II mit Pedalkickstarter |
| Bauart | Luftgekühlter Einzylinder-Zweitakt-Motor mit Flachkolben |
| Zylinderbohrung | 38 mm |
| Kolbenhub | 42 mm |
| Hubraum | 47,6 ccm |
| Verdichtung | 7:1 |
| Kurzleistung | 1,5 PS bei 5000 U/min |
| Dauerleistung | 1,3 PS bei 4200 U/min |
| Schmierung | Mischungsschmierung |
| Elektrische Anlage |
Schwunglichtmagnetzünder 15/18 Watt mit Lichtspule 6 V - 18 Watt Zündzeitpunkt: 2,5 mm vor O.T. |
|
Abstand der voll geöffneten Unterbrecherkontakte: |
0,4 mm |
| Zündkerze: | M14 - 225 DIN 72502 |
| Zündkerzenelektrodenabstand: | 0,4 mm |
| Scheinwerferbirne: | Bilux 6 V - 15/15 Watt |
| Schlußlicht: | 6 V - 3 Watt |
| Signalhorn (Wechselstromhorn) | |
| Vergaser | BVF Zentral-Schwimmer-Vergaser
NKJ 122-4 |
| Einstellung: | Hauptdüse 55 |
| Nadeldüse | 210 |
| Nadelstellung: | 3. Kerbe von oben |
| Luftfilter | Naßluftfilter mit Startereinrichtung |
| Kraftstoff | Benzin-Öl-Mischung
Bei Verwendung von Marken-Motorenöl: Mischungsverhältnis 25:1. Bei Verwendung von Hyzet-Zweitaktmotorenöl für 500 km Einfahrstrecke Mischungsverhältnis: 25:1. Nach 500 Einfahrkilometern 33:1.
|
| Kraftstoffverbrauch auf 100 km Fahrstrecke: |
etwa 1,4 - 1,6 l bei ebener Strecke und 20-25 km/h (Kilometer je Stunde) Geschwindigkeit, und etwa 2 l bei ebener Strecke und 40 km/h Geschwindigkeit |
| Kupplung | Dreischeiben-Ölbadkupplung |
| Schalldämpfer | zerlegbar |
| Kraftübertragung | Motor-Getriebe: Untersetzung: 1:3,307 |
| Getriebe: | Zweiganggetriebe im Motorblock
Untersetzung im 1. Gang: 1:3,5 Untersetzung im 2. Gang: 1:2 Getriebe-Hinterrad ½’’x3/16’’ Rollenkette |
| Antriebskettenrad: | 15 Zähne |
| Kettenrad am Hinterrad: | 34 Zähne |
| Untersetzung: | 1:2,265
Gesamtuntersetzung im 1.Gang: 1:26,2 Gesamtuntersetzung im 2.Gang: 1:15 |
| Tretkurbellänge: | 130 mm |
| Ölmenge im Getriebe: | etwa 0,5 l
Normales Motorensommeröl (kein Getriebeöl) 6-8° Engler bei 50°C |
| Bereifung | 23 x 2,25 |
| Felge | 23 x 2,25 |
| Federung Vorderrad: | Schwinghebel |
| Hinterrad: | Schwinge mit Gummischubelement |
| Sattel | Schwingsattel |
| Eigengewicht | etwa 48 kg |
| Zulässiges Gesamtgewicht | 145 kg |
| Niedrigste Dauergeschw. | 1. Gang 8 km/h
2. Gang 15km/h |
| Höchste Dauergeschw. | 1. Gang 15 km/h
2. Gang 40 km/h |
| Es wird empfohlen, diese Geschwindigkeiten nicht zu überschreiten, da sich dies ungünstig auf die Lebensdauer des Mopeds auswirkt. | |
Beim Schieben des Fahrzeuges Schaltdrehgriff (Bild 4) am Lenker links auf 0 (Leerlauf) stellen. Kupplungshebel wird nicht angezogen. - Beim Radfahren Schaltdrehgriff in Stellung 2 (2. Gang) bringen. Kupplungshebel muß angezogen werden.
Das Fahrzeug kann in diesem Zustand auf kurzen Strecken wie ein Fahrrad gefahren werden.
Der Luftdruck in den Reifen verändert sich und ist regelmäßig nachzuprüfen. Die Lebensdauer von Decke und Schlauch und auch die Fahrbequemlichkeit und Straßenlage, also die Sicherheit des Fahrers, sind davon abhängig. Der richtige Luftdruck beträgt:
Öffnen des Kraftstoffbehälters durch Linksdrehen des Tankverschlusses (Ziff. 8, Bild 4). Wenn weiteres Drehen nicht mehr möglich ist, Tankverschluß nach oben abnehmen. Der Motor wird mit Zweitaktmischung betrieben.
Hierfür kann jeder handelsübliche, saubere und wasserfreie Vergaserkraftstoff verwendet werden, dem Motorenöl im Verhältnis 25:1 (auch für das Einfahren) beigemischt wird. Auf 5 Liter Benzin 200 ccm Öl. Für das Beimischen von Hyzet-Zweitakt-Motorenöl beträgt das Mischungsverhältnis für 500 km Einfahrstrecke ebenfalls 25:1. Nach 500 Einfahrkilometer 33:1. Das sind auf 5 Liter Benzin 152 ccm Öl. Vor dem Einfüllen in den Kraftstoffbehälter in einer peinlich sauberen Mischkanne gut mischen und durch ein Tuch filtern.
Der Kraftstoffhahn am tiefsten Punkt des Kraftstoffbehälters soll, außer im Betrieb, stets geschlossen gehalten werden. Hahn offen - Griff in Schlauchrichtung
Hahn zu - Griff nach rückwärts
Hahn auf Reserve - Griff vorwärts
2.4 Inbetriebnahme des Mopeds
Merkt man, daß die Fahrgeschwindigkeit, z.B. an einer Steigung, stark absinkt (unter 15 km/h), oder muß man in dichtem Verkehr langsam fahren, so schaltet man auf den 1. Gang zurück.
Einkuppeln und Gasgeben sollen beim Zurückschalten gleichzeitig erfolgen. Richtiges Zurückschalten ist Gefühlssache, das Sie nach wenigen Fahrten von selbst lernen. Die geschilderten Bewegungen müssen schnell hintereinander ausgeführt werden, damit die Geschwindigkeit des Mopeds während des Schaltvorganges nicht zu stark abfällt.
Gerade bei den höheren Geschwindigkeiten, die auf einem Moped gegenüber dem Fahrrad möglich sind, immer auch die Handbremse (Ziff. 4 in Bild 4), die auf das Vorderrad wirkt, mitbenutzen. Die Bremsnabe im Vorderrad hat sehr gute Bremswirkung. Nur auf sandigen, nassen oder schlüpfrigen Straßen und auch in Kurven die Vorderradbremse mit Vorsicht verwenden, damit das Vorderrad nicht seitlich wegrutscht. Auf langgestrecktem Gefälle abwechselnd Vorderrad- bzw. Hinterradbremse benutzen (Zweck: Abkühlung). Selbstverständlich ist, daß der Gasdrehgriff und nicht die Bremsen dazu da sind, die Geschwindigkeit zu regeln. Achten Sie darauf, daß bei normaler Beinhaltung die Hinterradbremse nicht schleift.
Auch bei plötzlichen Hindernissen, bei denen man mit beiden Bremsen scharf bremsen muß, sollen die Räder nicht zum Blockieren kommen, weil die Bremswirkung eines blockierten Rades schlecht ist und zum Schleudern des Mopeds Anlaß gibt.
Auch bei stehendem Moped läuft der Motor ruhig im Leerlauf weiter. Längeres Laufen im Stand möglichst vermeiden, da sich der Motor sonst übermäßig erhitzt.
Auf längeren, sehr steilen Gefällen wirkt der ohne Gas mitlaufende Motor als Bremse. Der Kraftstoffhahn darf dabei nicht abgestellt werden, damit die Motorschmierung gewährleistet ist! Ist die Strecke übersichtlich und nicht zu steil, kann man das Getriebe auf Leerlauf stellen und fast geräuschlos bergab rollen. Die kräftigen Bremsen bringen das Moped auch aus hohen Geschwindigkeiten zuverlässig schnell zum Stehen. Den Motor lassen Sie am besten im Leerlauf weiterlaufen. Damit das Wiedereinschalten des Ganges am Ende des Gefälles keine Schwierigkeiten macht, geben Sie dann beim Schalten Gas, so daß sich die Drehzahlen von Motor und Getriebe einander anpassen können. Lassen Sie sich aber nicht dazu verleiten, das Gas voll aufzudrehen und bergab schneller zu fahren, als Sie dieselbe Steigung hinauffahren würden; denn Sie verringern dadurch die Lebensdauer des Motors.
Etwa 500 km brauchen die neuen Teile des Motors zum Einlaufen. Fahren Sie in der ersten Zeit nicht mit Vollgas, sondern höchsten mit 2/3 Gas. Schalten Sie an Steigungen auf den kleineren Gang, wenn Sie merken, daß der Motor nicht mehr munter zieht. Sie brauchen keineswegs ängstlich zu sein, sondern können sofort bis zu einer Geschwindigkeit von 12 km/h im 1. Gang und 30 km/h im 2. Gang fahren.
Wenn die gewünschte Fahrgeschwindigkeit erreicht ist, Gasdrehgriff nicht in seiner Stellung stehenlassen, sondern vorsichtig und so lange zurückdrehen, bis der Motor das Fahrzeug gerade noch auf der erreichten Geschwindigkeit hält. Der Motor muß dabei noch gleichmäßig laufen. Dadurch Schonung des Motors und sparsamer Kraftstoffverbrauch.
Der Zünd-Licht-Schalter am Scheinwerfer (Ziff. 5 im Bild 4) hat 3 Schaltstellungen (vom Fahrersitz gesehen):
Der Abblendschalter ist am Lenker links angebracht und wird mit dem Daumen bedient.
Die mit dem Rückstrahler kombinierte Schlußleuchte am Hinterradschutzblech wird gleichzeitig (entsprechend StVZO) mit dem Schalter der Beleuchtung betätigt. Bei Erneuerung der Glühlampen darauf achten, daß nur die vorgeschriebenen Glühlampen verwendet werden.
Am Gepäckträger befindet sich in einer besonderen Aufnahme ein Sicherheitsschloß. Es werden 2 Schlüssel mitgeliefert. Zur Sicherung des Fahrzeuges wird das Schloß mittels Schlüssel entriegelt, aus der Aufnahme gezogen und in die Sicherungsaufnahme am Rahmen eingeführt und verriegelt. Das Schloß verhindert durch sein Eintreten zwischen die Speichen des Hinterrades unbefugtes Benutzen.
Angenehmes Fahren wird durch Abfederung des Vorder- und des Hinterrades erreicht und außerdem durch den Schwingsattel. Entsprechend der Größe des Fahrers ist der Sattel in der Höhe einstellbar.
Es ist zu beachten, daß die Klemmschrauben gut festgezogen werden, um eine Veränderung der Sattelstellung während der Fahrt zu verhindern.
Dieser ermöglicht das freie Abstellen des Mopeds. Im Fahrbetrieb wird der Ständer in hochgeklappter Stellung durch eine Feder festgehalten.
Beim Belasten des Fahrzeuges Kippständer stets hochklappen. Nicht auf Kippständer antreten!
Der Lenker kann nach Lösen der Sechskantschraube und Überwurfmutter in gewissen Grenzen wie beim Fahrradlenker in der Höhe verstellt werden (Ziff. 9 und 11 im Bild 4). Von Oberkante Überwurfmutter bis Oberkante Lenker soll eine Entfernung von 140 mm nicht überschritten werden.
Vor allem in der kalten Jahreszeit wird empfohlen, den Kraftstoffhahn so abzustellen, daß bei Beendigung der Fahrt der Kraftstoff im Vergaser restlos verbraucht ist, damit nicht zurückbleibendes Öl die Düsen verstopft und beim Starten frisches Gemisch zur Verfügung steht.
Wenn Sie sich an das vorher über das Fahren Gesagte halten, so haben Sie dem Motor schon viel gutes getan; denn eine sachgemäße Behandlung erhöht seine Betriebsbereitschaft und seine Lebensdauer. Außerdem müssen Sie aber noch auf die regelmäßige Pflege Ihres Mopeds bedacht sein. Bei einiger handwerklicher Gewandtheit können Sie die meisten Pflegearbeiten selbst durchführen (siehe Pflegeschema). Andernfalls und in den besonders bezeichneten Fällen ist es notwendig, die Hilfe eines Simson-Dienstes in Anspruch zu nehmen (siehe Sonderdruck Kundendienstbeilage ‘Wer hilft mir?’).
Um das gute Aussehen Ihres Mopeds zu erhalten, beachten Sie folgende Hinweise:
Muttern auf beiden Seiten der Vorderradachse, des Zylinderkopfes, des Auspufftopfes und des Vergasers nach den ersten 250 km Fahrstrecke, alle anderen Schrauben und Muttern nach den ersten 500 bis 1000 km nachziehen; nach 300 km Elektrodenabstand der Zündkerze prüfen (0,4 mm). (Siehe unter 3.11)
Ölwechsel im Getriebe und Durchspülen desselben mit Waschöl nach den ersten 500 km. (Siehe unter 3.5)
Das gleiche wiederholt sich nach einer Zerlegung des Motors (in Fachwerkstatt).
2 Preßschmierstellen mit Öl an der Vordergabelschwinge; Schaltdrehgriff, Gasdrehgriff, Tachoantrieb und Pedale abschmieren. (siehe unter 3.2)
Kupplungsspiel prüfen und nachstellen (siehe unter 3.4)
Ölstand im Getriebe nachprüfen (siehe unter 3.5)
Bremsen prüfen und einstellen (siehe unter 3.6)
Schaltung prüfen und einstellen (bei Bedarf)(siehe unter 3.7)
Kettenspannung prüfen, Kette reinigen und ölen (siehe unter 3.8)
Radlager einfetten (siehe unter 3.9)
Auspuffanlage reinigen (siehe unter 3.10)
Luftfilter reinigen (siehe unter 3.12)
Elektrodenabstand der Zündkerze prüfen (siehe unter 3.11)
Vergaser reinigen und einstellen (siehe unter 3.13)
Abstand der Unterbrecherkontakte und Zündeinstellung prüfen (erstmalig nach 1000 km)(siehe unter 3.14)
(Nach Möglichkeit diese Arbeiten bei einem Simson-Dienst ausführen lassen)
Hinterrad-Schwinglager schmieren (siehe unter 3.2)
Ölwechsel im Getriebe und Durchspülen mit Waschöl (siehe unter 3.5)
Nachstellen und Schmieren der Lenkungs- und Radlager (siehe unter 3.9)
Zylinderkopf und Kolbenboden reinigen
(Nach Möglichkeit diese Arbeiten bei einem Simson-Dienst ausführen lassen)
Das Abschmieren der Preßschmierstellen muß mittels Fettpresse mit Öl (Tankstelle, Werkstatt) erfolgen.
Das Abschmieren der Preßschmierstellen muß mittels Fettpresse mit Öl (Tankstelle, Werkstatt) erfolgen.
Die Seilzüge zum Vergaser, zur Kupplung, zum Schalthebel und zur Bremse sowie die Tachoantriebswelle müssen von Zeit zu Zeit geölt werden, damit sich die Seile und die biegsame Welle leicht in ihren Hüllen bewegen.
Dünnflüssiges Öl, z.B. mit Benzin verdünntes Motorenöl, läßt man mittels einer Spritzkanne in den Spalt zwischen Seil bzw. Tachowelle und Hülle einfließen, bis es am unteren Hüllenende austritt. Zu diesem Zweck müssen die Seile an den Handgriffen ausgehängt bzw. die Tachowelle vom Tacho gelöst werden. Es ist bei der Montage auf die richtige Einstellung zu achten. (Siehe unter 3.4, 3.6 und 3.7.)
Die Kupplung muß vollständig ein- und auskuppeln, darf also nicht rutschen, weil dadurch die Kupplungslamellen verbrennen können. Bei richtiger Einstellung muß der Handkupplungshebel in eingekuppeltem Zustand etwa 1 cm toten Gang (Spiel) am Hebelende aufweisen, bzw. der, von vorn gesehen, aus dem Motorgehäuse rechts herausgeführte Bowdenzug muß ein Spiel von 2-4 mm aufweisen. Bei zu großem Spiel löst die Kupplung nicht voll aus, wenn das Spiel fehlt, neigt sie zum Rutschen (Bilder 6 und 7).
Arbeitsvorgang:
Ist es nicht mehr möglich, durch die Stellschraube allein richtige Kupplungsfunktion zu erhalten, dann öffnet man den runden Deckel an der linken Seite des Gehäuses (Bild 7). Die innere Kupplungsstellschraube mit Gegenmutter wird zugänglich. Gegenmutter lösen und innere Stellschraube verstellen; Linksdrehen ergibt Vergrößerung, Rechtsdrehen Verkleinerung des Kupplungsspiels.7. Linke Motorseite, Einstellen der Kupplung
Den runden Deckel an der linken Seite des Motorgehäuses abnehmen. Bei richtigem Ölstand soll bei auf den Rädern stehendem Moped das Öl bis zur Unterkante der Öffnung stehen. Nachfüllung erfolgt durch die Einfüllöffnung (Ziff. 1 in Bild 7) an der Gehäuseoberseite.
Beim Ölwechsel die zwei Ölablaßschrauben an der Gehäuseunterseite entfernen, so daß die Ölfüllung abfließt. Nach dem Wiedereinschrauben beider Ablaßschrauben ist durch die obere Einfüllöffnung etwa ½ Liter Spülöl einzufüllen. Dann soll der Motor im Leerlauf im Stand etwa 2 Minuten laufen. Danach sind beide Ablaßschrauben wieder zu lösen und das mit den Ölresten vermischte Spülöl abzulassen. Nach dem Wiedereinschrauben der Ablaßschrauben ist Motoren-Sommeröl einzufüllen, bis der Ölstand die Unterkante der Öffnung im Kupplungsdeckel erreicht. Danach Verschlußdeckel schließen und Ablaßschrauben gut festziehen.
Vorderradbremse:
Die Notwendigkeit einer Bremsnachstellung ist äußerlich an dem immer größer werdenden Spiel (toter Gang) am Handbremshebel zu erkennen. Normal sollen am Handbremshebelende 1-2 cm Spiel vorhanden sein. Die Nachstellung muß also stets so erfolgen, daß die Bremsbacken nach Erreichen dieses Maßes fühlbar angreifen.Rechte Lenkerseite mit Gasdrehgriff und Handbremshebel
Arbeitsvorgang (Bild 8):
Hinterradbremse:
Eine Nachstellung des Bremsgestänges an der Hinterradnabe ist erforderlich, wenn der Bremshebel zu weit nach vorn gezogen werden muß, ehe die Bremsbacken fühlbar greifen. Dies kann eintreten, wenn die Kette nachgespannt wurde oder der Bremsbelag abgenutzt ist.
Arbeitsvorgang (Bild 11):
Damit der Kupplungshebel am Schaltdrehgriff richtig einrastet und dabei die Gänge ordnungsgemäß geschaltet werden, muß der Seilzug vom Schaltdrehgriff zum Getriebe vorschriftsmäßig eingestellt sein.
Arbeitsvorgang (Bild 6):
Die Lebensdauer der Kette wird durch Einwirkung von Staub und Schmutz beeinträchtigt. Durchhang in der Mitte etwa 10-12 mm.
Arbeitsvorgang (Bild 11):
zum nächsten Punkt ; Index
Die Lenkungs- und Radlager sind mit nachstellbaren Kugellagern ausgestattet. Sie sind sorgfältig abgedichtet, so daß weder Schmiermittel verlorengehen kann noch Schmutz oder Nässe von außen eindringen können. Eine lange Lebensdauer ist dadurch gewährleistet.
Alle Teile werden in Benzin saubergewaschen, und es wird empfohlen, die Radlager nach je 1000 km Fahrstrecke einzufetten.
Die Naben sind richtig eingestellt, wenn bei ausgebautem Rad ein eben noch fühlbares seitliches Spiel der Achse wahrzunehmen ist. Bei eingebautem Rad und festgezogenen Achsmuttern muß dieses Seitenspiel verschwunden sein, die Felge muß aber seitlich immer noch eben fühlbares Spiel haben. Verschwindet dies Spiel beim Anziehen der Achsmuttern vollständig, so ist zu prüfen, ob die Gabelenden noch plan und parallel sind.
zum nächsten Punkt ; Index
Sollte sich nach längerem Betrieb ein zu großes Spiel am Lenkungslager bemerkbar machen, so ist Nachstellung erforderlich.
Arbeitsvorgang (Bild 4):
Arbeitsvorgang (Bilder 9 und 10):
Arbeitsvorgang (Bild 11):
Das Spuren beider Räder kann mit Hilfe einer geraden Latte oder Schnur erfolgen.
Zuerst ist das Vorderrad genau gerade zu stellen, dann wird an einer Seite der Laufdecke die Latte oder Schnur angelegt, welche natürlich bis über den Hinterradreifen reichen muß. Das Hinterrad ist so einzurichten, daß beide Reifenkanten genauso an der Latte oder Richtschnur anliegen wie die des Vorderrades.
Am besten von zwei Mann auszuführen.
Leistung und Verbrauch eines Zweitaktmotors hängen in hohem Maße vom Staudruck in der Auspuffanlage ab. Wenn die Motorleistung nachläßt, ist eine Reinigung der Auspuffanlage unbedingt erforderlich.
Der Schalldämpfer
Arbeitsvorgang:
Reinigen des Auspuffschlitzes:
Reinigen des Auspuffrohres:
Reinigen des Schalldämpfereinsatzes (Bild 13):
Es ist darauf zu achten, daß die Öffnungen nicht verändert werden, da die Leistung des Motors dadurch beeinträchtigt und der Verbrauch erhöht wird und sich außerdem der Auspufflärm vergrößert.
Als Folge hoher Beanspruchung zeigt die Kerze nach einer gewissen Betriebszeit Alterserscheinungen, die sich als Elektrodenabbrand, Verbrennungsrückstände am Isolator usw. bemerkbar machen. Das Betriebsverhalten des Motors, vor allem sein Anspringen, wird dann ungünstig beeinflußt. Die Kerze muß von Zeit zu Zeit überprüft, gereinigt und der Elektrodenabstand nachgestellt werden.
Arbeitsvorgang (Bild 14):
Dichtring nicht vergessen!
Prüfen der Zündkerze
Zum Überprüfen schraubt man die Kerze nach scharfer Fahrt aus dem noch warmen Motor heraus und betrachtet das Kerzeninnere (Kerzengesicht). Die richtige Kerze zeigt bei richtig eingestelltem Vergaser einen bräunlichen Isolatorkörper, dunkelgraues Kerzengesicht und trocknen schwarzen Rußbelag auf der Stirnfläche des Kerzengehäuses. Ist die Kerze zu kalt geblieben (Wärmewert zu hoch), so ist das Kerzeninnere verrußt und verölt. Dies ist jedoch auch bei richtig gewählter Kerze möglich, wenn zu kleiner Elektrodenabstand, zu fett eingestellter Leerlauf oder andere Ursachen für hohe Rückstandsbildung sorgen. Eine überhitzte Kerze zeigt einen weißgebrannten Isolatorkörper und weißgebrannte Elektrodenspitzen, manchmal auch kleine Schmelzperlen (Wärmewert zu niedrig). Dieses Kerzengesicht kann bei richtigem Wärmewert auch als Folge falscher Luft oder zu armen Gemisches auftreten. Eine behelfsmäßige Kontrolle der Kerze auf Funktion kann in der im Bild 14 dargestellten Weise erfolgen. Bei herausgeschraubter Kerze wird das Zündkabel aufgesteckt, der Kerzenkörper an den Motor angelegt und mit dem Pedal der Motor durchgedreht (Moped auf Kippständer gestellt).
Tip von Miraculis:
Macht es bitte nicht so, wie es auf dem Bild dargestellt wird. Ihr dürft auf KEINEN Fall das Kerzensteckergehäuse (Metall) berühren! Der Funke marschiert sonst über Euren Arm und dann Erdung zur Zündspule. NUR am Zündkabel anfassen!! Beim ersten und einzigen Mal (10 Jahre her) hat mir der Arm den ganzen Tag weh getan. So was merkt man sich. :-)
Zwischen den Elektroden muß ein kräftiger Zündfunke überspringen. Springt kein Funke über, so ist der Kontaktabstand am Unterbrecher zu prüfen (siehe unter 3.14)
Bleibt der Motor bei nach links geschaltetem Zünd-Licht-Schalter nicht stehen, so hat er Glühzündungen. Dann darf auf keinem Fall das Zündkabel von der Kerze abgenommen werden, da dies zur sofortigen Zerstörung der Zündspule führen kann, sondern der Motor ist durch erhöhte Brennstoffzufuhr (Vollgas geben) zum Stehen zu bringen (Zünd-Licht-Schalter dabei auf Schaltstellung links stehenlassen).
Ein sauberes Luftfilter wirkt sich nicht nur günstig auf die Leistungsfähigkeit und den geringen Kraftstoffverbrauch aus, sondern es erhöht auch die Lebensdauer des Motors.
Arbeitsvorgang (Bild 15):
In sand- und staubreicher Gegend ist das Luftfilter häufiger zu einigen. Ohne Luftfilter darf der Motor nie in Betrieb genommen werden.
Die Stellung des Drosselschiebers im Vergaser wird durch den Gasdrehgriff an der rechten Lenkerseite reguliert. Durch Drehen von vorn nach hinten wird mehr Gas gegeben. Am Drehgriff ist eine geschlitzte Stellschraube angebracht; mit ihr kann die Leichtgängigkeit des Drehgriffs den Wünschen des Fahrers angepaßt werden. Rechtsdrehen ergibt schwereren, Linksdrehen leichteren Gang des Griffes.
Die Notwendigkeit einer Nachstellung des Gasbowdenzuges ist äußerlich an dem immer größer werdenden Spiel am Gasgriff zu erkennen. Das Spiel soll etwa 2 mm an der Bowdenzughülle betragen. Die Nachstellung erfolgt an der Stellschraube am Bowdenzug.
Arbeitsvorgang (Bild 8):
Mit der Gasschieberanschlagschraube (3), die durch eine Feder (4) gegen unbeabsichtigtes Verstellen gesichert ist, kann der Leerlauf eingestellt werden. Beim Hineindrehen der Anschlagschraube erhöht sich, beim Herausschrauben verringert sich die Leerlaufdrehzahl.
Die Vergasereinstellung wurde durch ausgedehnte Versuche festgelegt, und es ist zu empfehlen, keine Veränderung an diesen Einstellungen vorzunehmen.
Sollte infolge besonderer klimatischer oder betrieblicher Bedingungen eine Veränderung der Einstellung erforderlich sein, so kann diese für den Teillastbereich durch Höher- oder Tieferhängen der Düsennadel im Nadelhalter sowie für die Spitzenleistung durch Änderung der Hauptdüse vorgenommen werden. Ein Höherhängen der Düsennadel im Nadelhalter bedeutet ein fetteres Gemisch und höheren Kraftstoffverbrauch, Tieferhängen dagegen ein mageres Gemisch, also geringeren Kraftstoffverbrauch, aber auch eine größere Erhitzung des Motors.Vergaser, zerlegbar
3.13.4 Reinigen des Vergasers (Bild 16)zum nächsten Punkt ; IndexUm den Vergaser stets einsatzbereit zu halten, ist es zu empfehlen, diesen von Zeit zu Zeit gründlich zu reinigen. Hierzu muß die Motorverkleidung abgenommen werden.
3.14 Abstand der Unterbrecherkontakte und Zündeinstellung prüfenzum nächsten Punkt ; IndexWir schlagen Ihnen vor, diese Arbeiten in einem Simson-Dienst ausführen zu lassen. Sollten Sie jedoch diese Arbeiten selbst durchführen, finden Sie in der gesondert herausgegebenen Reparaturanleitung genaue Hinweise über die Durchführung dieser Arbeiten.
4 Motorstörung und ihre Behebung4.1 Der Motor springt nicht anzum nächsten Punkt ; Index
4.2 Der Motor arbeitet unregelmäßig oder bleibt öfter stehenzum nächsten Punkt ; Index
4.3 Der Motor arbeitet im Viertakt (läßt Zündungen aus)zum nächsten Punkt ; Index
4.4 Der Motor zieht nicht (läßt in der Leistung nach)zum nächsten Punkt ; Index
4.5 Zu hoher Kraftstoffverbrauchzum nächsten Punkt ; Index
4.6 Der Motor knallt oder patscht in den Vergaserzum nächsten Punkt ; Index
4.7 Der Motor wird zu heißzum nächsten Punkt ; Index
4.8 Der Motor übertourt sich (dreht durch)zum nächsten Punkt ; Index
4.9 Geräuschezum nächsten Punkt ; Index
5 Werkzeugezum nächsten Punkt ; Index
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Bemerkung von Miraculis: Kleinkrafträder bestimmen vor allem im Sommerhalbjahr das Verkehrsgeschehen auf unseren Straßen in hohem Maße, verließen doch ab 1964 bis Ende 1981 ca. 2,5 Millionen Stück die Montagebänder des VEB Fahrzeug-und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann" in Suhl. Dennoch besteht trotz stetig steigender Produktion nach wie vor eine rege Nachfrage. Der Grund: Die Simson-Kleinkrafträder besitzen ein außerordentlich hohes Leistungsvermögen und sind hinsichtlich Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit kaum zu überbieten. Definition „Kleinkraftrad" „Kleinkrafträder sind Motorräder, Motorroller und Mopeds mit einem Hubraum bis 50cm3 und einer Höchstgeschwindigkeit bis 60 km/h" - §84 StVZO. Wird auch nur eines dieser Kriterien überschritten, ist die Bezeich-nung.„Kleinkraftrad" nicht mehr zutreffend -es wird die Fahrerlaubnis der Klasse 1 benötigt. Jugendliche Bastler, die beispielsweise durch Frisierarbeiten die Motorleistung erhöhen und danach die Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h mit ihrem Fahrzeug überschreiten, mögen sich das merken. Sie verstoßen damit gegen die StVZO und können dementsprechend von der Volkspolizei zur Verantwortung gezogen werden. Für Kleinkrafträder, die mit Knieschluß gefahren werden, wie beispielsweise das S51, ist auch die Bezeichnung „Mokick" gebräuchlich. Die Wortkombination setzt sich aus den Begriffen „Motor" und „Kickstarter" zusammen. Diese Bezeichnung trifft im Prinzip für alle Simson-Kleinkrafträder mit motorradähnlichem Charakter zu. Mopeds sind Kleinkrafträder, die mit Tretkurbeln ausgerüstet sind. Mit ihnen wird der Motor angeworfen, gleichzeitig muß aber auch die behelfsmäßige Fortbewegung des Rades ohne Motorkraft möglich sein. „Moped" ist somit die Abkürzung für „Motor" und „Pedalantrieb". Dieser Klasse entsprachen die früher produzierten Kleinkraftradtypen SR1, SR2 und SR4-1 „Spatz". Der in der DDR gebräuchliche Begriff „Kleinroller" definiert ein Kleinkraftrad mit Rollercharakter. Fahren mit Knieschluß ist bei ihm nicht möglich. Ein typischer Vertreter dieser Klasse ist die „Schwalbe". Die heutigen Suhler Kleinkrafträder sind allgemein zur Beförderung von zwei Personen zugelassen. Zum Führen eines Kleinkraftrades ist gemäß §85 StVZO eine Fahrerlaubnis erforderlich. Sie kann nach Vorlage eines ärztlichen Gutachtens gemäß §10 und Ablegung einer theoretischen und praktischen Prüfung gemäß §13 StVZO bei der zuständigen Zulassungsstelle der Deutschen Volkspolizei beantragt werden. Zur Aneignung der notwendigen verkehrsrechtlichen Kenntnisse ist es empfehlenswert, eine öffentliche Fahrschule oder die speziellen Lehrgänge in Betrieben, GST, Motorsportklubs des ADMV, Schulen und Wohngebieten zu besuchen. Versicherung und Registrierung Die Inbetriebnahme eines Kleinkraftrades ist erst nach Abschluß einer Kraftfahr-Haft-pflichtversicherung bei der Staatlichen Versicherung der DDR zulässig. Der Jahresbetrag beträgt in der DDR 8,50 M und in der Hauptstadt der DDR, Berlin, 10,50M jährlich. Als Zahlungsnachweis werden Wertmarken ausgegeben. Diese Wertmarken sind während des gesamten Jahres bei den Dienststellen der Staatlichen Versicherung der DDR und im Zeitraum vom 1. März bis 30. April bei allen Sparkassen, Filialen der Deutschen Notenbank, Banken für Handwerk und Gewerbe
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, für Kleinkrafträder eine Kasko-Versicherung abzuschließen. Der jährliche Beitragssatz für eine Kasko-Versicherung mit 100,-M Selbstbeteiligung beträgt 24,-M, der Beitrag für eine Teilkasko-Versicherung 8,-M. Kleinkrafträder werden seit 1977 nicht mehr bei den Zulassungsstellen der Deutschen Volkspolizei registriert. Eine Betriebserlaubnis wird beim Kauf des Fahrzeugs mit ausgehändigt. Sie enthält die technischen Angaben des jeweiligen Fahrzeugtyps und auch den Fahrzeughalter. Die technischen Überprüfungen werden hierin vermerkt. Besitz- und technische Veränderungen an Kleinkrafträdern sind demzufolge bei den Zulassungsstellen der DVP nicht mehr meldepflichtig. Es wird jedoch empfohlen, daß sich der Kleinkraftradbesitzer die von den Werkstätten vorgenommenen Veränderungen, wie Motor- oder Rahmenaustausch, Neulackierung in verändertem Farbton sowie sonstige "Umbauten, schriftlich bestätigen läßt. Bei selbst durchgeführten Umbauten sind die Quittungen der Kaufteile aufzubewahren. Diese Unterlagen werden bei der Bearbeitung von Versicherungsfragen, Garantieansprüchen und Verlustmeldungen benötigt. Modellübersicht/Unterscheidungsmerkmale An keinem anderen in der DDR produzierten Kraftfahrzeugtyp wird so deutlich wie an den Suhler Kleinkrafträdern, welche Entwicklung die Fahrzeuge hinsichtlich Sicherheit, technischer Perfektion, Zuverlässigkeit und Leistung in den letzten Jahren genommen haben. Dank ihrer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h und ihrer für diese Fahrzeugklasse überdurchschnittlich leistungsstarken Motoren sind sie sowohl für Stadt- und Kurzstreckenfahrten als auch für Überlandfahrten größeren Ausmaßes geeignet. Selbst in der Auslandstouristik spielen die Suhler Kleinkrafträder infolge ihrer Zuverlässigkeit eine immer größere Rolle. Die nachfolgende Übersicht berücksichtigt die Simson-Kleinkraftradmodelle, die in den Anlagen 1 bis 5 enthalten die technischen Daten. Typenreihe KR 51/1 Der Kleinroller des Typs „Schwalbe" (Bild 1-1) ist ein sogenanntes Allwetterfahrzeug. Durch den hervorragenden Schmutzschutz wird er insbesondere von Frauen gern gefahren. Er gilt als das ideale Fahrzeug für die tägliche Fahrt zur Arbeitsstelle. Dieser Kleinkraftradtyp wurde erstmalig als Zweisitzer entwickelt und von 1964 bis 1980 produziert. Als Antriebsquelle dient ein robuster, gebläsegekühlter 2,65-kW-Einzylinder-Zweitaktmotor11 mit Dreiganggetriebe. Bei der Konzipierung der Typenreihe wurden fortschrittliche Wege beschritten. Neben Voll-schwingenfahrwerken mit großen Federwegen und wirksamen Vollnabenbremsen sind die Räder austauschbar. Ferner wurde großer Wert auf Wartungsfreiheit gelegt. Als Folge konnten alle Schmiernippel entfallen und wurde der Kettentrieb staubdicht mittels Gummischutzschläuchen gekapselt. Außerdem erleichtern Steckachsen die Demontage der Räder, wobei der Hinterradantrieb komplett an der Hinterradschwinge verbleibt. Vervollständigt werden konnte dieser Typ -wiederum erstmalig bei einer derartigen Fahrzeugklasse - mit Blinkleuchten, Stop-licht, Parklicht und einem Gleichstrom-Signalhorn. Die Voraussetzungen dafür wurden durch den während der Fahrt aufladbaren Bleisammler geschaffen. Ein solider Gepäckträger mit verstellbarem Spannband gehört zur Grundausstattung. Im Produktionszeitraum wurden verschiedene Detailverbesserungen zwecks Gebrauchswerterhöhung wirksam. Genannt seien eine verlängerte Sitzbank, ein höheres Motordrehmoment sowie funktionsverbes-serte Bremsen. An die „Schwalbe" kann ein typgeprüfter und im Fachhandel erhältlicher Kindersitz montiert werden. Ferner ist das Fahrzeug bei Verwendung typgeprüfter Bauteile für den An-hgngerbetrieb zugelassen.
KR 51/1 und KR 51/1 F: Diese beiden Grundmodelle der Rollertypenreihe sind mit Federbeinen mit Reibungsdämpfung ausgestattet. Zur äußeren Kennzeichnung dienen die Farben sandgrau und blau. Die Getriebeschaltung erfolgt durch einen Schaltdrehgriff auf der linken Lenkerseite oder wahlweise durch Fußschaltung mittels einer Schaltwippe. KR 51/1 K; Bei dieser Komfort-Variante des Kleinrollers wurden für die Radfederungen erstmals hydraulische Zweikammerdämpfer eingesetzt. Der Fahrkomfort erhöhte sich dadurch erheblich, da die Bodenhaftung der Räder bedeutend verbessert werden konnte. Ferner bietet eine verlängerte Doppelsitzbank günstigere Voraussetzungen für den Soziusbetrieb. Die Fahrzeuglackieiung erfolgte in weiß und saharabraun. KR 51/1 S: Diese von 1968 bis 1980 produzierte Roller-Sonderausführung besitzt als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal eine automatische Kupplung. Sie ermöglicht auch ungeübten Nutzern ein bequemes Anfahren, ohne Gefahr zu laufen, den Motor dabei abzuwürgen. Und da gleichzeitig Fußschaltung und Kupplungsbetätigung kombiniert wurden, konnte der Kupplungshandhebel am Lenker entfallen. Ferner wurden die Lichtleistung des Scheinwerfers auf 25/25 W erhöht, die Zündspule außerhalb des Motors an- geordnet, die Schutzhülsen der vorderen hydraulisch gedämpften Federbeine verchromt. Die Lackierung erfolgte in olivbeige und signalrot. Typenreihe SR 4 Bei der SR 4-Typenreihe galt es, mit möglichst vielen Baugruppen des Rollers KR 51 einen völlig neuen sportlichen Fahrzeugtyp, insbesondere für die junge Generation, zu schaffen. Es gelang durch Übernahme des Triebwerkes, der Radfederungen, der Räder und Bremsen, des bewährten Hinterradantriebes, des Lenkers, der Sitzbank und der gesamten elektrischen Anlage. Bekannte Vertreter dieser Typenreihe sind die Modelle SR 4-1 „Spatz", SR 4-2 „Star", SR 4-3 „Sperber" und SR 4-4 „Habicht", wobei der „Sperber" aufgrund der Motorleistung von 3,4 kW und somit höherer Fahrgeschwindigkeit als Motorrad ausgelegt war. Alle SR 4-Modelle können mit einem typgeprüften Kindersitz ausgerüstet werden. Ebenso ist Anhängerbetrieb möglich. SR 4-2 „Star": Dieses zweisitzige Kleinkraftrad (Bild 1-2) weist bereits einen motorradähnlichen Charakter auf. Infolge des stabilen Rohr-Prägerahmens mit feststehenden Fahrerfußrasten und den Langschwingen-Radfederung besitzt es sehr gute Fahreigenschaften, die sogar eine sportliche Fahrweise ermöglichen. Das strapazierfähige Dreigangtriebwerk mit Gebläsekühlung und Fußschaltung sowie einer Leistung von 2,5 kW unterstützt diese Tendenz. Obwohl die Anordnung des Kraftstoffbehälters das Fahren mit Knieschluß schon zuläßt, wurde dennoch ein freier Durchstieg vorgesehen, um auch Benutzern der mittleren und älteren Generation das Aufsitzen zu erleichtern.
Der Schmutzschutz ist durch die voluminösen Kotflügel recht gut. Trotzdem kann noch ein Beinschutzblech nachgerüstet werden, so daß eine Schutzwirkung erreicht wird, die der des Kleinrollers nicht viel nachsteht. SR 4-4 „Habicht": Bei diesem Spitzenmodell der SR 4-Typenreihe (Bild 1-3) mit einer Motorleistung von 2,5 kW wurde in der Kleinkraftradklasse erstmals ein Vierganggetriebe eingesetzt. Ferner erhielt das Fahrzeug einen großen Kraftstoffbehälter, der unmittelbar an die verlängerte Sitzbank anschließt und somit eine echte Motorradsitzposition ermöglicht, hydraulisch gedämpfte Federbeine und einen
steiferen Rahmen, was die Fahrstabilität erheblich verbesserte. Zum Einsatz kamen ein 25/25-W-Scheinwer-fer und eine außenliegende Zündspule. Das steigerte den Gebrauchswert merklich. Typenreihe S 50 Mit dieser Typenreihe schufen die Suhler Fahrzeugbauer eine Serie von Kleinkrafträdern, die sich lediglich hinsichtlich des Leistungsvermögens noch vom Motorrad unterscheiden. Motorradtypische Baugruppen wie Teleskopgabel und verstellbarer niedriger Rohrlenker unterstreichen den Motorradcharakter. Das fahrtwindgekühlte Triebwerk mit einer Leistung von 2,65 kW und drei Gängen erhielt hinsichtlich Leistung und Drehmoment verbesserte Kennwerte. Die thermische Standfestigkeit des Triebwerkes in allen Fahrsituationen gewährleistet die großflächige Ver-rippung von Zylinder und Zylinderkopf. Im Grundaufbau entspricht das Triebwerk aber den Vorgängermodellen. Lediglich die äußere Gestaltung wurde dem sportlichen Fahrzeugcharakter angepaßt. Die langhubige Teleskopgabel mit hydraulischem Endanschlag und die Hinterradschwinge , mit hydraulisch gedämpften Federbeinen verleihen dem Fahrzeug in Verbindung mit dem stabilen, verschraubten Rohrrahmen hervorragende Fahreigenschaften. Vorder- und Hinterradbremse wurden in ihrer Wirksamkeit erhöht. Durch Einsatz eines großvolumigen Ansauggeräuschdämpfers und weiterer Maßnahmen konnte das Gesamtfahrgeräusch auf 77 dB (AF) abgesenkt werden. Ferner wurde die Abgasanlage zwecks Erleichterung des Radausbaus auf der rechten Fahrzeugseite angeordnet und ein modern gestalteter Kraftstoffbehälter montiert. Auch für die S 50-Modelle sind bauartgenehmigte Kindersitze im Fachhandel erhältlich. Ebenso ist Anhängerbetrieb gestattet, wobei jedoch die Beleuchtung des Anhängers der Heckbeleuchtung des Zugfahrzeugs entsprechen muß. S 50 N; Dieses Grundmodell weist den gleichen Fahrkomfort auf wie alle anderen Modelle der S 50-Reihe. Lediglich die elektrische Anlage wurde so weit minimiert, wie es die gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Hierbei wurde aus Sicherheitsgründen jedoch nicht auf das Bremslicht verzichtet. An Besonderheiten sind zu verzeichnen: Die Stomversorgung des Signalhorns erfolgt über eine Trockenbatterie, die Farbe des Fahrzeugs ist blau, an den Federbeinen sind schwarze Plastschutzrohre eingesetzt, die Beifahrerfußrasten sind an der Hinterradschwinge befestigt. Das S 50 N erfordert sehr wenig Wartung und ist speziell für den Einsatz in verkehrsarmen Gebieten (Land- und Forstwirtschaft) konzipiert worden. S 50 B: Bei diesem Kleinkraftrad wurde erstmalig eine Vierleuchten-Blinkanflage mit 21 W Leistung pro Leuchte eingeführt. Zur Absicherung der Energiebilanz kamen eine 12-Ah-Batterie und eine entsprechend abgestimmte Ladeanlage zum Einsatz. Mit diesen Maßnahmen erhöhte sich die Verkehrssicherheit beträchtlich. Alle S 50 B-Typen (auch S 50 B 1 und S 50 B 2) wurden in den Farben rapsgelb, kirschrot, saharabraun und saftgrün geliefert. Verchromte Federbeinschutzrohre verbesserten das Gesamtaussehen des Fahrzeugs. S 50 B 1: Dieses Modell löste das Modell S 50 B ab. Im Zuge der weiteren Gebrauchswerterhöhung konnte jedoch die ScheinWerfer-lichtleistung auf 25/25 W gesteigert und die elektrische Anlage um Standlicht und Lichthupe erweitert werden. Eine außenliegende Zündspule und der Einsatz einer Drosselspule für das Rücklicht erhöhten die Funktionssicherheit. Am Rahmenausleger angeschraubte Fußrasten bieten auch dem Beifahrer einen hohen Fahrkomfort. S 50 B 2: Bei diesem Spitzenmodell der S 50-Baureihe (Bild 1-4) wurde eine völlig wartungsfreie elektronische Magnetzündanlage eingebaut und die Lichtleistung des Scheinwerfers auf 35/35W erhöht. Diese Ausstattungsdetails waren zum Zeitpunkt des Serienanlaufs im Jahre 1976 einmalig.
Alle Einstell- und Wartungsarbeiten an der Zündanlage entfallen, und die Zündkerzenstandzeit ist drei- bis fünfmal größer als bei unterbrechergesteuerten Zündanlagen. Typenreihe S 51 Das Hauptmerkmal dieser seit Mitte 1980 produzierten Modelle ist der Einsatz eines neuentwickelten 50-cm2-Triebwerks mit 2,72 kW Leistung in moderner Form und verbesserten Drehmomentwerten. Die Vorteile bestehen u.a. in folgendem: - Senkung des Kraftstoffverbrauchs um ca. - Wahlweiser Einsatz von ziehkeilgeschalte- - Höhere thermische Belastbarkeit. - Tellerfederkupplung. - Senkung der Triebwerksgeräusche. - Qualitätsverbesserung des Schwunglicht- - Erhöhung der Nutzungsdauer auf - Größere Servicefreundlichkeit. Die Fahrleistungen, speziell bei Soziusbetrieb und im bergigen Gelände, steigen durch den leistungsstärkeren Motor merklich an. Ferner konnte durch die außenliegende Zündspule die Lichtleistung einheitlich auf 25W festgelegt werden. Die eingangs angesprochene größere Servicefreundlichkeit kommt darin zum Ausdruck, daß alle Reparaturarbeiten am Triebwerk - außer Arbeiten an der Kurbelwelle und am Getriebe - ohne Ausbau und Demontage des Motors erledigt werden können. Fahrwerkseitig bauen die S 51-Modelle auf die S 50-Modelle auf. Ein moderner Flachscheinwerfer und eine veränderte Grafik unterscheiden die Fahrzeuge jedoch deutlich voneinander. Analog den S50-Typen sind auch bei den S51-Typen typgeprüfte Kindersitze sowie Anhängerkupplungen zugelassen. Zum Zeitpunkt der Drucklegung des Buches wurden vom Suhler Stammbetrieb des IFA-Kombinates für Zweiradfahrzeuge folgende Modelle im Handel angeboten. S 51 N: Dieses Grundmodell (Bild 1-5) mit einfachster elektrischer Ausstattung ist mit einem Dreiganggetriebe ausgerüstet. Beachtlich sind dagegen die Funktionsverbesserungen an der Zündanlage. Durch eine veränderte Anordnung des Unterbrechers ist jedes Verölen im Fahrbetrieb ausgeschlossen. Außerdem besitzt das Fahrzeug eine außenliegende Zündspule, die wegen der geringen thermischen Belastung eine höhere
Funktionssicherheit aufweist. Erstmals beträgt bei diesem einfachsten Ausstattungsmodell die Scheinwerferlichtleistung 25/25W. S 51 B 1-3: Dieses Modell mit Dreiganggetriebe besitzt die komplette elektrische Ausstattung (Vier-Leuchten-Blinkanlage, Standlicht, 25-W-Scheinwerfer, Lichthupe). Neu ist die Schalterkombination auf der linken Lenkerseite. Abblend- und Lichtschalter sowie die Betätigungsknöpfe für die akustische und optische Signalgabe sind in einer Baueinheit untergebracht. Die sinnfällige Schaltrichtung des Blinkschalters - nach rechts schalten bedeutet auch rechts blinken - vermeidet irritierendes Falschblinken durch Verwechseln der Schaltrichtung. S 51 B 1-4: Dieses Modell gleicht in der technischen Ausstattung - bis auf das Vierganggetriebe - völlig dem Typ S 51 B 1-3. Zur Unterscheidung der Gangzahl des Triebwerks ist in den Kupplungsdeckeln jeweils die 3 oder 4 eingegossen. S 51 B 2-4: Das S 51 B 2-4 als komfortabelstes
1-4 auf. Es besitzt aber die warturygsfreie elektronische Magnetzündanlage. Ferner ist bei ihn die Scheinwerferlichtleistung auf 35/35 W erhöht. An den Federbeinen der Hinterradfederung werden freiliegende Tragfedern verwendet. Die Federn sind zwecks optimalen Korrosionsschutzes größtenteils mit einer Plast-beschichtung versehen. Der Rückspiegel wurde zwecks Sichtverbesserung im Durchmesser auf 120 mm vergrößert. In dem auf 60 mm Durchmesser vergrößerten Tachometer ist eine grüne Kontrolleuchte für die Blinkanlage mit untergebracht. Typenreihe KR 51/2 Es war eine logische Schlußfolgerung der Suhler Fahrzeugkonstrukteure, den neuentwickelten 2,72-kW-Motor mit einer Vielzahl technischer und ökonomischer Vorteile auch in den Kleinroller KR 51 (Bild 1-7) einzubauen. Hierdurch wurden gleichzeitig die Voraussetzungen geschaffen, um das Gesamtfahrgeräusch aller Kleinrollermodelle unter die international vorgeschriebene Grenze abzusenken. Das fahrtwindgekühlte 2,72-kW-Triebwerk hat sich im Kleinroller bestens bewährt. Nach bündelten Luftstromes sogar noch kühler als > im Modell S 51. Mit Einbau des neuen Drei- oder Vierganggetriebes erfolgten gleichzeitig konstruktive Änderungen am Doppelrohrrahmen zur Erhöhung der Grenznutzungsdauer. Bedeutungsvoll ist auch die Funktionsverbesserung der Hinterradbremse durch Einsatz eines Bremsgestänges. Zur Erleichterung des Ausbaues des Hinterrades bei Reifenpannen oder Wartungsarbeiten wurde die Abgasanlage auf die rechte Fahrzeugseite verlegt. Damit wurde auch die Verbrennungsgefahr für die weiblichen Rollerfahrer wegen der meist von links erfolgenden Fahrzeughandhabung beseitigt. Um Fahrzeugdieben das Leben schwer zu machen, kommt ein bedeutend stabileres Lenkschloß mit einem höheren Sicherheitsgrad zum Einsatz. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wurden ferner die Lichtleistung des Scheinwerfers auf 25W angehoben und die große Bremsschlußleuchte des S51 an der Heckpartie montiert. Der Ladestrom für die Batterie beträgt 1,1 A und dient der Verbesserung der Energiebilanz. Lackiert ist die neugestaltete Lenkerverkleidung mattschwarz. Ein zusätzlicher Rechtsspiegel läßt sich anbringen.
KR 51/2 N: Dieser Grundtyp besitzt einen kontaktgesteuerten Schwunglichtprimärzün-der mit 25W Scheinwerferlichtleistung und außenliegender Zündspule. Die Getriebeschaltung erfolgt generell mittels Fußschaltwippe. Für die Radfederungen sind reibungsgedämpfte Federbeine eingesetzt. Die Elektrikbauteile Sicherungsdose und Leitungsverbinder sind sehr gut zugänglich unter der Abdeckung des Vorderteiles angebracht. Der übrige Aufbau entspricht dem des KR 51/1 F. KR 51/2 E: Dieses Modell ist mit hydraulisch gedämpften Federbeinen ausgestattet. Seine Fahrleistungen wurden duch den Einbau eines Vierganggetriebes verbessert. KR 51/2 L: In diesem Luxusmodell ist die bewährte wartungsfreie elektronische Zündanlage montiert und dadurch gleichzeitig die Scheinwerferlichtleistung auf 35W erhöht worden. Das Spitzenmodell wird selbstverständlich auch mit Vierganggetriebe und den komfortablen hydraulisch gedämpften Radfederungen geliefert. Krankenfahrzeug DUO 4/1 Das motorisierte Krankenfahrzeug DUO 4/1 (Bild 1-8) ist ein auf reine Zweckmäßigkeit ausgelegtes Fortbewegungsmittel für Gehbehinderte. Es ist sehr einfach in seiner technischen Konzeption, die Unterhaltungskosten sind extrem niedrig, und der Wartungsaufwand ist ähnlich dem des Kleinkraftrades gering. Für die Benutzung ist die Fahrerlaubnis für Kleinkrafträder erforderlich. Gestaltung und Fahrwerkaufbau werden durch die Vielzahl der vom Kleinkraftradmodell „Schwalbe" übernommenen Bauteile bestimmt. Der Versehrte hat so den großen Vorteil, daß ihm bei auftretenden Pannen von den weit über 1000 Simson-Diensten in der Republik geholfen werden kann. Die starke Verwandtschaft zum Kleinkraftrad drückt sich darin aus, daß folgende Bauteile - teilweise mit geringfügigen Änderungen - - Triebwerk einschließlich Ansaug- und Aus - Räder und Reifen (alle 3 untereinander aus - Bremsen. -Hinterradantrieb (auf das linke Rad wirkend). - Vorderradlangschwinge und Hinterrad - Kotflügel, Seitenverkleidungen, Bedienele .- Teile der elektrischen Anlage.
Das DUO 4/1 ist mit einem breiten und, was für Behinderte sehr wichtig ist, extrem niedrigen Einstieg versehen. Die Bedienung erfolgt ausschließlich mit den Händen. An der Lenksäule befinden sich alle Bedienelemente, außer der Feststellbremse, dem Anwerf- und dem Schalthebel für das Tr
Ist sehr interessant und belustigend, die Ausführungen von 1959 zu lesen, allerdings werde ich mich erst einmal vorrangig auf die Reparaturanleitung stürzen, zwecks eingeben. Wenn alles fertig ist (welche Homepage ist das schon) hänge ich’s noch an.
10%.
ten Drei- oder Vierganggetrieben.
primärzünders, Erhöhung der Mindestlicht-
leistung auf 25W.
40000km.
übernommen worden sind:
puffanlage.
tauschbar).
schwingen einschließlich hydraulisch ge
dämpfter Federbeine.
mente.