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Kleinkrafträder bestimmen vor allem im Sommerhalbjahr das Verkehrsgeschehen auf unseren Straßen in hohem Maße, verließen doch ab 1964 bis Ende 1981 ca. 2,5 Millionen Stück die Montagebänder des VEB Fahrzeug-und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann" in Suhl. Dennoch besteht trotz stetig steigender Produktion nach wie vor eine rege Nachfrage. Der Grund: Die Simson-Kleinkrafträder besitzen ein außerordentlich hohes Leistungsvermögen und sind hinsichtlich Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit kaum zu überbieten.
Definition „Kleinkraftrad"
„Kleinkrafträder sind Motorräder, Motorroller und Mopeds mit einem Hubraum bis 50cm3 und einer Höchstgeschwindigkeit bis 60 km/h" - §84 StVZO. Wird auch nur eines dieser Kriterien überschritten, ist die Bezeich-nung.„Kleinkraftrad" nicht mehr zutreffend -es wird die Fahrerlaubnis der Klasse 1 benötigt. Jugendliche Bastler, die beispielsweise durch Frisierarbeiten die Motorleistung erhöhen und danach die Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h mit ihrem Fahrzeug überschreiten, mögen sich das merken. Sie verstoßen damit gegen die StVZO und können dementsprechend von der Volkspolizei zur Verantwortung gezogen werden. Für Kleinkrafträder, die mit Knieschluß gefahren werden, wie beispielsweise das S51, ist auch die Bezeichnung „Mokick" gebräuchlich. Die Wortkombination setzt sich aus den Begriffen „Motor" und „Kickstarter" zusammen. Diese Bezeichnung trifft im Prinzip für alle Simson-Kleinkrafträder mit motorradähnlichem Charakter zu. Mopeds sind Kleinkrafträder, die mit Tretkurbeln ausgerüstet sind. Mit ihnen wird der Motor angeworfen, gleichzeitig muß aber auch die behelfsmäßige Fortbewegung des
Rades ohne Motorkraft möglich sein. „Moped" ist somit die Abkürzung für „Motor" und „Pedalantrieb". Dieser Klasse entsprachen die früher produzierten Kleinkraftradtypen SR1, SR2 und SR4-1 „Spatz". Der in der DDR gebräuchliche Begriff „Kleinroller" definiert ein Kleinkraftrad mit Rollercharakter. Fahren mit Knieschluß ist bei ihm nicht möglich. Ein typischer Vertreter dieser Klasse ist die „Schwalbe". Die heutigen Suhler Kleinkrafträder sind allgemein zur Beförderung von zwei Personen zugelassen.
Zum Führen eines Kleinkraftrades ist gemäß §85 StVZO eine Fahrerlaubnis erforderlich. Sie kann nach Vorlage eines ärztlichen Gutachtens gemäß §10 und Ablegung einer theoretischen und praktischen Prüfung gemäß §13 StVZO bei der zuständigen Zulassungsstelle der Deutschen Volkspolizei beantragt werden. Zur Aneignung der notwendigen verkehrsrechtlichen Kenntnisse ist es empfehlenswert, eine öffentliche Fahrschule oder die speziellen Lehrgänge in Betrieben, GST, Motorsportklubs des ADMV, Schulen und Wohngebieten zu besuchen.
Versicherung und Registrierung
Die Inbetriebnahme eines Kleinkraftrades ist erst nach Abschluß einer Kraftfahr-Haft-pflichtversicherung bei der Staatlichen Versicherung der DDR zulässig. Der Jahresbetrag beträgt in der DDR 8,50 M und in der Hauptstadt der DDR, Berlin, 10,50M jährlich. Als Zahlungsnachweis werden Wertmarken ausgegeben. Diese Wertmarken sind während des gesamten Jahres bei den Dienststellen der Staatlichen Versicherung der DDR und im Zeitraum vom 1. März bis 30. April bei allen Sparkassen, Filialen der Deutschen Notenbank, Banken für Handwerk und Gewerbe
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, für Kleinkrafträder eine Kasko-Versicherung abzuschließen. Der jährliche Beitragssatz für eine Kasko-Versicherung mit 100,-M Selbstbeteiligung beträgt 24,-M, der Beitrag für eine Teilkasko-Versicherung 8,-M. Kleinkrafträder werden seit 1977 nicht mehr bei den Zulassungsstellen der Deutschen Volkspolizei registriert. Eine Betriebserlaubnis wird beim Kauf des Fahrzeugs mit ausgehändigt. Sie enthält die technischen Angaben des jeweiligen Fahrzeugtyps und auch den Fahrzeughalter. Die technischen Überprüfungen werden hierin vermerkt. Besitz- und technische Veränderungen an Kleinkrafträdern sind demzufolge bei den Zulassungsstellen der DVP nicht mehr meldepflichtig. Es wird jedoch empfohlen, daß sich der Kleinkraftradbesitzer die von den Werkstätten vorgenommenen Veränderungen, wie Motor- oder Rahmenaustausch, Neulackierung in verändertem Farbton sowie sonstige "Umbauten, schriftlich bestätigen läßt. Bei selbst durchgeführten Umbauten sind die Quittungen der Kaufteile aufzubewahren. Diese Unterlagen werden bei der Bearbeitung von Versicherungsfragen, Garantieansprüchen und Verlustmeldungen benötigt. Modellübersicht/Unterscheidungsmerkmale An keinem anderen in der DDR produzierten Kraftfahrzeugtyp wird so deutlich wie an den Suhler Kleinkrafträdern, welche Entwicklung die Fahrzeuge hinsichtlich Sicherheit, technischer Perfektion, Zuverlässigkeit und Leistung in den letzten Jahren genommen haben. Dank ihrer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h und ihrer für diese Fahrzeugklasse überdurchschnittlich leistungsstarken Motoren sind sie sowohl für Stadt- und Kurzstreckenfahrten als auch für Überlandfahrten größeren Ausmaßes geeignet. Selbst in der Auslandstouristik spielen die Suhler Kleinkrafträder infolge ihrer Zuverlässigkeit eine immer größere Rolle. Die nachfolgende Übersicht berücksichtigt die Simson-Kleinkraftradmodelle, die in den Anlagen 1 bis 5 enthalten die technischen Daten. Typenreihe KR 51/1 Der Kleinroller des Typs „Schwalbe" (Bild 1-1) ist ein sogenanntes Allwetterfahrzeug. Durch den hervorragenden Schmutzschutz wird er insbesondere von Frauen gern gefahren. Er gilt als das ideale Fahrzeug für die tägliche Fahrt zur Arbeitsstelle. Dieser Kleinkraftradtyp wurde erstmalig als Zweisitzer entwickelt und von 1964 bis 1980 produziert. Als Antriebsquelle dient ein robuster, gebläsegekühlter 2,65-kW-Einzylinder-Zweitaktmotor11 mit Dreiganggetriebe. Bei der Konzipierung der Typenreihe wurden fortschrittliche Wege beschritten. Neben Voll-schwingenfahrwerken mit großen Federwegen und wirksamen Vollnabenbremsen sind die Räder austauschbar. Ferner wurde großer Wert auf Wartungsfreiheit gelegt. Als Folge konnten alle Schmiernippel entfallen und wurde der Kettentrieb staubdicht mittels Gummischutzschläuchen gekapselt. Außerdem erleichtern Steckachsen die Demontage der Räder, wobei der Hinterradantrieb komplett an der Hinterradschwinge verbleibt. Vervollständigt werden konnte dieser Typ -wiederum erstmalig bei einer derartigen Fahrzeugklasse - mit Blinkleuchten, Stop-licht, Parklicht und einem Gleichstrom-Signalhorn. Die Voraussetzungen dafür wurden durch den während der Fahrt aufladbaren Bleisammler geschaffen. Ein solider Gepäckträger mit verstellbarem Spannband gehört zur Grundausstattung. Im Produktionszeitraum wurden verschiedene Detailverbesserungen zwecks Gebrauchswerterhöhung wirksam. Genannt seien eine verlängerte Sitzbank, ein höheres Motordrehmoment sowie funktionsverbes-serte Bremsen. An die „Schwalbe" kann ein typgeprüfter und im Fachhandel erhältlicher Kindersitz montiert werden. Ferner ist das Fahrzeug bei Verwendung typgeprüfter Bauteile für den An-hgngerbetrieb zugelassen.
KR 51/1 und KR 51/1 F: Diese beiden Grundmodelle der Rollertypenreihe sind mit Federbeinen mit Reibungsdämpfung ausgestattet. Zur äußeren Kennzeichnung dienen die Farben sandgrau und blau. Die Getriebeschaltung erfolgt durch einen Schaltdrehgriff auf der linken Lenkerseite oder wahlweise durch Fußschaltung mittels einer Schaltwippe. KR 51/1 K; Bei dieser Komfort-Variante des Kleinrollers wurden für die Radfederungen erstmals hydraulische Zweikammerdämpfer eingesetzt. Der Fahrkomfort erhöhte sich dadurch erheblich, da die Bodenhaftung der Räder bedeutend verbessert werden konnte. Ferner bietet eine verlängerte Doppelsitzbank günstigere Voraussetzungen für den Soziusbetrieb. Die Fahrzeuglackieiung erfolgte in weiß und saharabraun. KR 51/1 S: Diese von 1968 bis 1980 produzierte Roller-Sonderausführung besitzt als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal eine automatische Kupplung. Sie ermöglicht auch ungeübten Nutzern ein bequemes Anfahren, ohne Gefahr zu laufen, den Motor dabei abzuwürgen. Und da gleichzeitig Fußschaltung und Kupplungsbetätigung kombiniert wurden, konnte der Kupplungshandhebel am Lenker entfallen. Ferner wurden die Lichtleistung des Scheinwerfers auf 25/25 W erhöht, die Zündspule außerhalb des Motors an- geordnet, die Schutzhülsen der vorderen hydraulisch gedämpften Federbeine verchromt. Die Lackierung erfolgte in olivbeige und signalrot. Typenreihe SR 4 Bei der SR 4-Typenreihe galt es, mit möglichst vielen Baugruppen des Rollers KR 51 einen völlig neuen sportlichen Fahrzeugtyp, insbesondere für die junge Generation, zu schaffen. Es gelang durch Übernahme des Triebwerkes, der Radfederungen, der Räder und Bremsen, des bewährten Hinterradantriebes, des Lenkers, der Sitzbank und der gesamten elektrischen Anlage. Bekannte Vertreter dieser Typenreihe sind die Modelle SR 4-1 „Spatz", SR 4-2 „Star", SR 4-3 „Sperber" und SR 4-4 „Habicht", wobei der „Sperber" aufgrund der Motorleistung von 3,4 kW und somit höherer Fahrgeschwindigkeit als Motorrad ausgelegt war. Alle SR 4-Modelle können mit einem typgeprüften Kindersitz ausgerüstet werden. Ebenso ist Anhängerbetrieb möglich. SR 4-2 „Star": Dieses zweisitzige Kleinkraftrad (Bild 1-2) weist bereits einen motorradähnlichen Charakter auf. Infolge des stabilen Rohr-Prägerahmens mit feststehenden Fahrerfußrasten und den Langschwingen-Radfederung besitzt es sehr gute Fahreigenschaften, die sogar eine sportliche Fahrweise ermöglichen. Das strapazierfähige Dreigangtriebwerk mit Gebläsekühlung und Fußschaltung sowie einer Leistung von 2,5 kW unterstützt diese Tendenz. Obwohl die Anordnung des Kraftstoffbehälters das Fahren mit Knieschluß schon zuläßt, wurde dennoch ein freier Durchstieg vorgesehen, um auch Benutzern der mittleren und älteren Generation das Aufsitzen zu erleichtern.
Der Schmutzschutz ist durch die voluminösen Kotflügel recht gut. Trotzdem kann noch ein Beinschutzblech nachgerüstet werden, so daß eine Schutzwirkung erreicht wird, die der des Kleinrollers nicht viel nachsteht. SR 4-4 „Habicht": Bei diesem Spitzenmodell der SR 4-Typenreihe (Bild 1-3) mit einer Motorleistung von 2,5 kW wurde in der Kleinkraftradklasse erstmals ein Vierganggetriebe eingesetzt. Ferner erhielt das Fahrzeug einen großen Kraftstoffbehälter, der unmittelbar an die verlängerte Sitzbank anschließt und somit eine echte Motorradsitzposition ermöglicht, hydraulisch gedämpfte Federbeine und einen
steiferen Rahmen, was die Fahrstabilität erheblich verbesserte. Zum Einsatz kamen ein 25/25-W-Scheinwer-fer und eine außenliegende Zündspule. Das steigerte den Gebrauchswert merklich. Typenreihe S 50 Mit dieser Typenreihe schufen die Suhler Fahrzeugbauer eine Serie von Kleinkrafträdern, die sich lediglich hinsichtlich des Leistungsvermögens noch vom Motorrad unterscheiden. Motorradtypische Baugruppen wie Teleskopgabel und verstellbarer niedriger Rohrlenker unterstreichen den Motorradcharakter. Das fahrtwindgekühlte Triebwerk mit einer Leistung von 2,65 kW und drei Gängen erhielt hinsichtlich Leistung und Drehmoment verbesserte Kennwerte. Die thermische Standfestigkeit des Triebwerkes in allen Fahrsituationen gewährleistet die großflächige Ver-rippung von Zylinder und Zylinderkopf. Im Grundaufbau entspricht das Triebwerk aber den Vorgängermodellen. Lediglich die äußere Gestaltung wurde dem sportlichen Fahrzeugcharakter angepaßt. Die langhubige Teleskopgabel mit hydraulischem Endanschlag und die Hinterradschwinge , mit hydraulisch gedämpften Federbeinen verleihen dem Fahrzeug in Verbindung mit dem stabilen, verschraubten Rohrrahmen hervorragende Fahreigenschaften. Vorder- und Hinterradbremse wurden in ihrer Wirksamkeit erhöht. Durch Einsatz eines großvolumigen Ansauggeräuschdämpfers und weiterer Maßnahmen konnte das Gesamtfahrgeräusch auf 77 dB (AF) abgesenkt werden. Ferner wurde die Abgasanlage zwecks Erleichterung des Radausbaus auf der rechten Fahrzeugseite angeordnet und ein modern gestalteter Kraftstoffbehälter montiert. Auch für die S 50-Modelle sind bauartgenehmigte Kindersitze im Fachhandel erhältlich. Ebenso ist Anhängerbetrieb gestattet, wobei jedoch die Beleuchtung des Anhängers der Heckbeleuchtung des Zugfahrzeugs entsprechen muß. S 50 N; Dieses Grundmodell weist den gleichen Fahrkomfort auf wie alle anderen Modelle der S 50-Reihe. Lediglich die elektrische Anlage wurde so weit minimiert, wie es die gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Hierbei wurde aus Sicherheitsgründen jedoch nicht auf das Bremslicht verzichtet. An Besonderheiten sind zu verzeichnen: Die Stomversorgung des Signalhorns erfolgt über eine Trockenbatterie, die Farbe des Fahrzeugs ist blau, an den Federbeinen sind schwarze Plastschutzrohre eingesetzt, die Beifahrerfußrasten sind an der Hinterradschwinge befestigt. Das S 50 N erfordert sehr wenig Wartung und ist speziell für den Einsatz in verkehrsarmen Gebieten (Land- und Forstwirtschaft) konzipiert worden. S 50 B: Bei diesem Kleinkraftrad wurde erstmalig eine Vierleuchten-Blinkanflage mit 21 W Leistung pro Leuchte eingeführt. Zur Absicherung der Energiebilanz kamen eine 12-Ah-Batterie und eine entsprechend abgestimmte Ladeanlage zum Einsatz. Mit diesen Maßnahmen erhöhte sich die Verkehrssicherheit beträchtlich. Alle S 50 B-Typen (auch S 50 B 1 und S 50 B 2) wurden in den Farben rapsgelb, kirschrot, saharabraun und saftgrün geliefert. Verchromte Federbeinschutzrohre verbesserten das Gesamtaussehen des Fahrzeugs. S 50 B 1: Dieses Modell löste das Modell S 50 B ab. Im Zuge der weiteren Gebrauchswerterhöhung konnte jedoch die ScheinWerfer-lichtleistung auf 25/25 W gesteigert und die elektrische Anlage um Standlicht und Lichthupe erweitert werden. Eine außenliegende Zündspule und der Einsatz einer Drosselspule für das Rücklicht erhöhten die Funktionssicherheit. Am Rahmenausleger angeschraubte Fußrasten bieten auch dem Beifahrer einen hohen Fahrkomfort. S 50 B 2: Bei diesem Spitzenmodell der S 50-Baureihe (Bild 1-4) wurde eine völlig wartungsfreie elektronische Magnetzündanlage eingebaut und die Lichtleistung des Scheinwerfers auf 35/35W erhöht. Diese Ausstattungsdetails waren zum Zeitpunkt des Serienanlaufs im Jahre 1976 einmalig.
Alle Einstell- und Wartungsarbeiten an der Zündanlage entfallen, und die Zündkerzenstandzeit ist drei- bis fünfmal größer als bei unterbrechergesteuerten Zündanlagen. Typenreihe S 51 Das Hauptmerkmal dieser seit Mitte 1980 produzierten Modelle ist der Einsatz eines neuentwickelten 50-cm2-Triebwerks mit 2,72 kW Leistung in moderner Form und verbesserten Drehmomentwerten. Die Vorteile bestehen u.a. in folgendem: - Senkung des Kraftstoffverbrauchs um ca. - Wahlweiser Einsatz von ziehkeilgeschalte- - Höhere thermische Belastbarkeit. - Tellerfederkupplung. - Senkung der Triebwerksgeräusche. - Qualitätsverbesserung des Schwunglicht- - Erhöhung der Nutzungsdauer auf - Größere Servicefreundlichkeit. Die Fahrleistungen, speziell bei Soziusbetrieb und im bergigen Gelände, steigen durch den leistungsstärkeren Motor merklich an. Ferner konnte durch die außenliegende Zündspule die Lichtleistung einheitlich auf 25W festgelegt werden. Die eingangs angesprochene größere Servicefreundlichkeit kommt darin zum Ausdruck, daß alle Reparaturarbeiten am Triebwerk - außer Arbeiten an der Kurbelwelle und am Getriebe - ohne Ausbau und Demontage des Motors erledigt werden können. Fahrwerkseitig bauen die S 51-Modelle auf die S 50-Modelle auf. Ein moderner Flachscheinwerfer und eine veränderte Grafik unterscheiden die Fahrzeuge jedoch deutlich voneinander. Analog den S50-Typen sind auch bei den S51-Typen typgeprüfte Kindersitze sowie Anhängerkupplungen zugelassen. Zum Zeitpunkt der Drucklegung des Buches wurden vom Suhler Stammbetrieb des IFA-Kombinates für Zweiradfahrzeuge folgende Modelle im Handel angeboten. S 51 N: Dieses Grundmodell (Bild 1-5) mit einfachster elektrischer Ausstattung ist mit einem Dreiganggetriebe ausgerüstet. Beachtlich sind dagegen die Funktionsverbesserungen an der Zündanlage. Durch eine veränderte Anordnung des Unterbrechers ist jedes Verölen im Fahrbetrieb ausgeschlossen. Außerdem besitzt das Fahrzeug eine außenliegende Zündspule, die wegen der geringen thermischen Belastung eine höhere
Funktionssicherheit aufweist. Erstmals beträgt bei diesem einfachsten Ausstattungsmodell die Scheinwerferlichtleistung 25/25W. S 51 B 1-3: Dieses Modell mit Dreiganggetriebe besitzt die komplette elektrische Ausstattung (Vier-Leuchten-Blinkanlage, Standlicht, 25-W-Scheinwerfer, Lichthupe). Neu ist die Schalterkombination auf der linken Lenkerseite. Abblend- und Lichtschalter sowie die Betätigungsknöpfe für die akustische und optische Signalgabe sind in einer Baueinheit untergebracht. Die sinnfällige Schaltrichtung des Blinkschalters - nach rechts schalten bedeutet auch rechts blinken - vermeidet irritierendes Falschblinken durch Verwechseln der Schaltrichtung. S 51 B 1-4: Dieses Modell gleicht in der technischen Ausstattung - bis auf das Vierganggetriebe - völlig dem Typ S 51 B 1-3. Zur Unterscheidung der Gangzahl des Triebwerks ist in den Kupplungsdeckeln jeweils die 3 oder 4 eingegossen. S 51 B 2-4: Das S 51 B 2-4 als komfortabelstes
10%.
ten Drei- oder Vierganggetrieben.
primärzünders, Erhöhung der Mindestlicht-
leistung auf 25W.
40000km.